Märkte auf Okinawa - Mitten im Leben
002 Besucht man einen Markt auf Okinawa, hört man gleich zu Beginn die kräftigen Stimmen der Verkäuferinnen: „Lecker, lecker!“ „Wie wär`s mit einem kleinen Souvenir für daheim?“ Vor den kleinen Geschäften, die sich auf den Märkten aneinanderreihen, stehen „Anmâ“. Damen, die die Kunden anrufen. Der heitere und fröhliche Gesichtsausdruck und die lebendigen Stimmen der „Anmâs“ sind die Quelle der Vitalität auf den Märkten. Der größte und am meisten besuchte Markt ist der städtische Makishi-Markt in Naha. Wer diesen Markt zum ersten Mal besucht, wird wohl über den farbenfrohen Fischfang staunen: rote, gelbe, blaue Fische, die im Süden gefangen wurden. Ob man diese Fische wirklich essen kann, werden sich viele fragen, so bunt und farbenprächtig wie sie sind. Ja, man kann, und sie schmecken herrlich! Ein altes Sprichwort Okinawas sagt: „Außer dem Grunzen eines Schweines kann man alles davon essen.“ Demnach wird in Okinawa so ziemlich alles vom Schwein verwertet und an den Marktständen ist vom Kopf bis hin zum Schwanz des Tieres sämtliche Teile zu finden. Besonders beliebt ist auch der Service, sich die Lebensmittel, die man im Erdgeschoss gekauft hat, im 1. Stock zubereiten zu lassen. Probieren Sie das unbedingt einmal aus!

Viele typische Straßen mit eigenem Charakter
003 In vielen Straßen Okinawas finden sich ganz individuelle Läden. Auf der Haupteinkaufsstraße in Naha - der Kokusai dôri - hat man den Eindruck, dass tagtäglich ein Festival stattfindet, so viele Menschen flanieren auf ihr entlang. Auf 1,6 km Länge findet man angefangen von Souvenir-Shops alle möglichen Fachgeschäfte, z.B. für Ryûkyû-Süßigkeiten, Awamori (regionaler Schnaps) und Lebensmittel. Freundliche offenherzige Verkäufer bieten vieles zur Verkostung an. Links, rechts, hier und dort, überall wird man angezogen von einer Mischung aus farbenfrohen Produkten typisch für den Süden. Wer Mitbringsel aus Okinawa sucht, ist hier genau richtig.
Von der Kokusai dôri gehen zu beiden Seiten kleinere Straßen ab, die wiederum ihren eigenen Flair haben. Darunter findet sich die „Tsuboya yachimun dôri“ - die Keramikstraße (Yachimun bedeutet im Dialekt Okinawas: Töpfer- bzw. Keramikware). Klassische Werke findet man hier, aber auch moderne Stücke von jungen Künstlern werden in den Läden in letzter Zeit immer mehr ausgestellt - Tradition und Moderne ganz nah beieinander. Interessanterweise gibt es hier auch Fachgeschäfte, die die Schutzgottheiten Okinawas, die Shîsa-Löwen, anbieten. So spaziert man zwischen den alten Häusern umher und genießt eine Shoppingtour, wie sie nur auf der Insel zu machen ist.

Duty-free-Shops - internationale Markenware en masse
004 Im Stadtteil Shintoshin-Omoromachi in Naha befindet sich die „DFS Galeria Okinawa“, die einzigartig in Japan ist. Erstklassige internationale Marken kann man hier zollfrei einkaufen. Neben hochwertigsten Boutiquen von Tiffany, Bulgari, Cartier, Burberry oder Salvatore Ferragamo reihen sich Kosmetikmarken wie Estée Lauder, Lancôme und Clinique. Die neuesten Produkte der Linien können hier bis zu 30% günstiger als zum üblichen japanischen Einzelhandelspreis erworben werden. Vom Flughafen Naha mit der Monorail dauert es 19 Minuten bis zur DFS Galeria, die sich unmittelbar am Omoromachi Bahnhof befindet. Die eingekauften Waren müssen Sie dann nur noch am Schalter im Flughafen abholen. Während einer Shoppingpause können Sie sich sowohl an regionalen wie auch an internationalen kulinarischen Genüssen erfreuen, denn die DFS Galeria verfügt über einen weitläufigen Foodcourt, der keine Wünsche offen lässt. Außerdem gibt es in der Umgebung von Omoromachi ein großes Einkaufszentrum und Supermärkte. Denn nach einer Shoppingtour der edlen Art genießt man auch gern wieder alltägliche Einkaufswege, und schaut sich nach Dingen um, die zur Region und den Menschen vor Ort gehören.

Internationales Shopping-Terrain
005 Geografisch in der Mitte der Hauptinsel Okinawas liegt die Stadt Chatan. Dort leben viele Ausländer, verschiedene Sprachen begegnen einem hier und da, internationales Flair prägt das Stadtbild. Im „Mihama American Village“ zum Beispiel gibt es ein großes Einkaufszentrum, Supermärkte und einen Kinokomplex. Im nahe gelegenen Hanbî-Viertel findet an den Wochenenden ein Nachtmarkt statt. Einheimische und in Okinawa lebende Ausländer bauen ihre Stände auf, und gegen Abend bevölkern Familien aus der Umgebung und Touristen das Fleckchen auf und um den Nachtmarkt. Sicherlich ist eine der Freuden dieses Reiseziels, unerwartet interessante Funde zu machen und zu versuchen, um den Preis zu feilschen.
Wer beim Shoppen immer noch nicht auf seine Kosten gekommen ist, kann zu guter Letzt noch den Einkaufstempel in Tomigusuku „Okinawa Outlet-Center Ashibinâ“ besuchen. Die erste Mall Japans mit einem Vorrat bekannter Marken, Ausstellungsstücken und Outlet-Produkten, an deren Qualität kein Zweifel ist, warten nur, zu günstigen Preisen gekauft zu werden. Man kommt auch leicht hin, da vom Flughafen Naha aus ein kostenloser Shuttlebus fährt.

Besondere Produkte zur Gesundheits- und Schönheitspflege
006 In letzter Zeit rücken in Okinawa hergestellte Naturprodukte zur Schönheits- und Gesundheitspflege in den Mittelpunkt des Interesses. „Ryûkyû-Kosume“ (Ryûkyû meint den altertümlichen Namen für Okinawa, Kosume ist eine Abkürzung von Kosmetik) heißen die Kosmetikprodukte, die von vielen Frauen favorisiert werden. Repräsentativ für diese Produkte ist zum Beispiel „Kucha“; ein Schlamm, der aus sehr mineralhaltigem Meeresboden gewonnen wird und als Rohstoff für Gesichtsmasken oder zur Haarpflege dient. Desweiteren erfreuen sich natürliche Gesichtswasser zur milden Hautpflege mit Bestandteilen aus regionalen Produkten Okinawas wie Zuckerrohr, Shîkwâsâ (zitronenähnliche Frucht) oder Muschelingwer großer Beliebtheit. Im „Washita Shop“, einem Fachgeschäft für regionale Produkte Okinawas, gibt es einen "Ryûkyû-Kosume"-Stand, an dem man eine große Auswahl solcher Kosmetikprodukte findet.
Okinawa, von wunderschönem Meer umgeben, besitzt derzeit mehr als 30 Salzwerke. Okinawa-Salz, welches reich an Meeresmineralstoffen ist, sollte als Würze gesunder Ernährung nicht fehlen. Auf der Kokusai-dôri gibt es ein auch für Japan seltenes Salz-Fachgeschäft ("Mâsuyâ"), welches angefangen von Salzen aus Okinawa 600 Produkte aus Salz anbietet. Diese breite Palette aus Mischsalzen aus verschiedenen Regionen, Seifen und Badesalze für die Körperpflege ist auch in Japan einzigartig. In dem Geschäft wird Englisch und Chinesisch gesprochen.

Links:


JNTO – Okinawa

Städtischer Makishi-Markt

Tsuboya Töpfermuseum

DFS Galeria Okinawa

Okinawa Outlet-Center Ashibinâ (Japanisch)

Mihama American Village (Japanisch)

Washita Shop (Japanisch)

Mâsuyâ