Was bedeutet Yambaru?
Yambaru bedeutet im Dialekt Okinawas "Gegend der Bergketten und weiten Wälder" Viele Wälder Yambarus sind immergrün - etwas sehr seltenes auf der Welt. Auf diesem kleinen Gebiet, dass gerade einmal 0.1% der gesamten Fläche Japans ausmacht, lebt eine unglaubliche Vielfalt von Lebewesen und man kann zu Naturdenkmälern erhobene, kostbare Tiere und Pflanzen antreffen. Weil hier seltene, ganz eigene Arten existieren, die man sonst nirgendwo auf der Welt findet, darunter auch vom Aussterben bedrohte Tierarten, nennt man die Gegend auch "die Galapagos Ostasiens". In Yambaru schaffen sich mannigfaltige Lebewesen ihr eigenes Ökosystem und leben in Gemeinschaft miteinander. Hier finden Sie einen Lebensraum voll Überraschungen und Entdeckungen, man könnte es einen heilsamen Ort nennen.
Eine interessante Begegnung wartet auf Sie: Der "Brokkoli-Wald"
Die Umgebung des höchsten Gipfels der Hauptinsel von Okinawa, des Yonaha-dake (503m über dem Meeresspiegel) ist vom Wald Yambarus bedeckt. Die Atmosphäre ist feenhaft, da es während des ganzen Jahres viel regnet und bei dem Berggipfel die Nebelschwaden aufsteigen. Wenn man in der abwechslungsreichen Landschaft spaziert und seine Umgebung aufmerksam betrachtet, wird man bemerken, dass hier unglaublich facettenreiche Wildpflanzen wachsen. Am häufigsten sind Buchenarten, angefangen von Scheinkastanien über Quercus miyagii bis hin zu Lithocarpus edulis u.a. Wegen ihres wuchernden Aussehens hat die Gegend hier auch den eigenwilligen Spitznamen "Brokkoli-Wald" Weiterhin kann man in diesem Wald überall Moose, Farne, Orchideen und andere seltene Gewächse typisch für die Subtropen sehen.
In den Wäldern von Yambaru gibt es auch viele Tiere. Werden Sie ruhig und lauschen Sie bitte. Hören Sie das Zwitschern der Vögel, spüren Sie die Anwesenheit kleiner Tiere, hören Sie die Laute der Insekten und den Flügelschlag der Fledermäuse. Sie werden - was im Alltag der Stadt unmöglich ist - kleine Lebewesen hautnah erleben.
Auch seltene Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, findet man hier häufig, die berühmteste darunter dürfte die Okinawaralle sein. Ihre Augen und ihr Schnabel sind rot und auf der Brust trägt sie ein hübsches Streifenmuster. Aber weil ihre Flügel klein sind, ist sie als ein Vogel bekannt, der kaum fliegen kann. Der Okinawa-Specht gehört, wie der Name schon sagt, zur Familie der Spechte. Da es auf der Welt keine Vögel gibt, die ihm ganz ähnlich wären, gilt er als eine sehr kostbare Art. Er ist zum Symbolvogel der Präfektur Okinawa ernannt worden. Auch andere ganz eigene Arten, die man nur in den Wäldern Yambarus sehen kann, leben hier, wie der Namiye-Frosch, die langarmige Skarabäenart Yambaru-tenaga-kogane usw. Wenn Sie in aller Ruhe beobachten, zeigen sie sich vielleicht.
Durch eine Ökotour kommen Sie mit einer abwechslungreichen Natur in Berührung
Interesse hätten Sie ja, aber allein fühlen Sie sich etwas unsicher? Dann empfehlen wir Ihnen an einer Ökotour teilzunehmen. Die Lokalverwaltung vor Ort, Non-Profit-Organisationen und Reisegesellschaften bieten verschiedenste Programme an. Am einfachsten ist sicher eine Walking- oder Trekkingtour mit Führer. Riverwalking, an einem schönen Fluss entlang zu spazieren, findet ebenso immer mehr Anhänger. Auch anderweitig gibt es verschiedene Arten Yambaru zu genießen, wie z.B. Vogelbeobachtungen oder Nachttouren, bei denen man wieder eine ganz andere Atmosphäre als am Tag erleben kann. Es empfiehlt sich, wenn man so eine Tour mitmacht, eine Mütze, etwas Langärmeliges und lange Hosen zu tragen und auf rutschfeste Sport-oder Trekkingschuhe zu achten. Am besten ist es sicher, im Vorfeld alle notwendigen Punkte zu klären und sich gut auf die Tour vorzubereiten.
Auch Erlebnisse zu Wasser sind sehr beliebt!
Es wäre schade, wenn Sie nur zu Fuß gingen, wenn Sie nach Yambaru kommen. Auch Fahrten mit dem Kanu und dem Seekajak erfreuen sich großer Beliebtheit. Was für ein erfrischendes Gefühl auf der Seeoberfläche oder auf einem Fluss langsam dahin zu gleiten! An der Mündung des Flusses Gesashi-gawa, der bei dem Dorf Higashi-son in Yambaru gelegen ist, erstrecken sich für Japan seltene Mangrovenwälder. Hier ist der nördlichste Punkt der Verbreitung der Yaeyama-Mangrove (Rhizophora mucronata), einer Mangrovenart, die ein staatlich designiertes Naturdenkmal ist. Es werden auch Seekajak-Touren veranstaltet, bei denen man vom Gesashi-gawa auf den Pazifik hinausfährt. Man erlebt den Wechsel von Fluss zu Meer und kann kostbare Augenblicke verbringen.
Naturbeobachtung in Inô
Es ist weithin bekannt, dass sich im Meer vor Okinawa einige der schönsten Korallenriffe der Welt befinden. In Okinawa nennt man das seichte Meer, das von Korallenbänken umgeben ist, "Inô" In Inô zieht sich das Meer bei Ebbe der Springflut zurück und auf dem Boden aus Korallenbänken bilden sich Tidentümpel (Tide pools). In diesen kleinen Lachen schwimmen niedliche Tropenfische, tummeln sich farbenprächtige Seesterne, Seegurken, Korallen und vieles mehr. Man könnte es ein natürliches Mini-Aquarium nennen. So erfreut die Natur Okinawas das Auge und bringt herzerfrischende Erlebnisse. Wer einmal hier war, möchte sofort wiederkommen, so reizvoll ist diese Gegend.
Verkehrsverbindungen nach Yambaru
Es gibt3 Routen von Naha nach Yambaru: Die Staatsstraße Nr.58 an der Westküste, den Okinawa Expressway (Autobahnauffahrt Naha –Ausfahrt Kyoda) und die Route immer nach Norden über Staatsstr. Nr. 329 an der Ostküste – Staatsstr. Nr. 331 – Präfekturstr. Nr. 70. Über den Okinawa Expressway dauert es etwa 2 ½ Stunden.
Das Okinawa Churaumi Aquarium
In dem Okinawa Churaumi Aquarium, das in Yanbaru gelegen ist, kann man das Meer von Okinawa erleben. "Churaumi" bedeutet im Dialekt von Okinawa "schönes Meer". Unter den touristischen Einrichtungen in Okinawa ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Die Ausstellung ist in drei Bereiche unterteilt, dem "Korallenbecken", dem "Kuroshio-Becken" und dem "Tiefsee-Becken". Auch die gigantische Acrylwand - die größte der Welt - mit einer Höhe von 8.2m, einer Breite von 22.5m und einer Dicke von 60cm ist sehenswert. In dem riesigen Wasserbehälter dahinter schwimmen Walhaie von insgesamt 8,5m Länge, ein Mantarochen, der den Rekord hält als längster in Zucht gehaltener seiner Art, und viele weitere Arten von Fischen. Der Clou daran ist, dass man eine Sicht hat, als ob man selbst mitten im Meer wäre.
JNTO-Okinawa
Ökotour Suchmaschine (japanisch)
NPO Kunigami Tourismusverband (englisch)
NPO Ôgimi Marugoto Tourismusverband (japanisch)
NPO Higashi-Kankô Förderverein (japanisch)
Churaumi Aquarium
Facebook-Seite der Region Okinawa Story (japanisch)