UNESCO-Welterbestätten


Welterbestätten sind wertvolle Kulturdenkmäler oder beeindruckende Naturdenkmäler, die nach Ansicht der UNESCO der gesamten Menschheit erhalten werden sollen. Derzeit befinden sich 14 Stätten dieser Welterbe-Liste in Japan: 11 davon gehören zum Kulturerbe und 3 zum Naturerbe. Es sind historisch bedeutsame und künstlerisch herausragende Bauwerke, die die einzigartige Kultur und besondere Kunstsinnigkeit der Japaner sowie die Wurzeln ihrer Kultur verkörpern. Genauso finden sich darunter großartige Naturschauplätze, die eindrucksvoll die Kraft der Erde und die besonderen Landschaften Japans symbolisieren. Jede einzelne davon ist es wert, wenigstens einmal im Leben besucht zu werden!

Entdecken Sie auf Ihrer Japanreise wenigstens einige der fantastischen Welterbestätten! Sie finden die Stätten hier aufgelistet von Nord nach Süd.

Shiretoko / Hokkaido

(seit 2005 – Naturerbe)
ImageDer Name Shiretoko stammt von dem Wort „shirietoku“, das in der Sprache der einheimischen Ainu soviel wie „das Ende der Erde“ bedeutet. Noch heute wird die lange und schmale Halbinsel Shiretoko als die meist abgelegene und ursprünglichste Naturregion Japans bezeichnet. Sie finden hier im Nordosten Hokkaidos eine absolut unberührte Natur! Im Zentrum der Halbinsel liegt die vulkanische Berglandschaft mit Mt. Rausu-dake (1,661m), dem Mt. Iou (1,563m) und vielen anderen majestätischen Bergen. Im Westen grenzt das Gebirge an das Ochotskische Meer und im Osten an die Meerenge von Nemuro. Die Klippen im Westen sind teilweise bis zu 100m hoch und malerische Wasserfälle ergießen sich direkt ins Meer. Bedingt durch den großen Fischreichtum ist Shiretoko ist auch Heimat für sehr seltene Vogelarten wie den Blakistons - bzw. Riesen-Fischuhu, sowie majestätische Riesenseeadler und Seeadler. Außerdem lebt hier die größte Braunbärenpopulation des Landes. Die Möglichkeit wildlebende Tiere wie den Sikahirsch und Hokkaido-Fuchs zu beobachten macht einen besonderen Reiz aus. Die Halbinsel Shiretoko gilt außerdem als der südlichste Punkt der Erde, an dem Treibeis die Küste erreicht. Im Winter ist es eine beinahe mystische Stimmung wenn sich das Treibeis von Russland über das Ochotskische Meer hinweg, hier an der Küste sammelt. Weitere Informationen erhalten Sie hier als PDF Kushiro, Abashiri, Shiretoko & Akan National Park.

Shirakami-Sanchi / Aomori und Akita Präfektur

(seit 1993 - Naturerbe)
Image Das Shirakami-Bergland liegt in den Präfekturen Aomori und Akita und ist einer der größten, unberührten Buchenwälder dieser Erde. Seine Ursprünge reichen schätzungsweise 8000 Jahre zurück, als zum Ende der letzten Eiszeit das Klima der japanischen Inseln wärmer wurde. Inmitten dieser vom Menschen unberührten Natur und dieses einmaligen Ökosystems gibt es seltene Tiere und Pflanzen, wie den geschützten Schwarzspecht, den Steinadler, den Japanischen Serau, den seltenen Japanischen Baumschläfer und besondere Orchideen-Arten. Außerdem ist es die Heimat der Schwarzbären Japans. Bereits 1992 wurde Shirakami-Sanchi zum Naturschutzgebiet erklärt und 1993 ein besonders ursprüngliches Teilstück von 169,7 km² zum Weltnaturerbe. Heute gibt es die Möglichkeit im Sommer und Herbst auf verschiedenen Wanderwegen und Kletterrouten diese außergewöhnliche Berglandschaften (bis zu 1.243m) mit seinen tiefen Tälern, romantischen Flüssen und zahlreichen Wasserfällen, wie zum Beispiel den gut zu erreichenden Ammon Falls, zu erkunden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website Shirakami.

Hiraizumi - Tempel, Gärten und Archäologische Ausgrabungsstätten

(seit 2011 - Weltkulturerbe)
hiraizumi 01Besondere Erwähnung unter den Tempeln und Gartenanlagen von Hiraizumi in der Präfektur Iwate im nördlichen Teil der japanischen Hauptinsel Honshu finden der Tempel Chuson-ji mit der Goldenen Halle, der Landschaftsgarten Motsu-ji, sowie die Ausgrabungsstätte eines ehemaligen Palastes des einstigen Herrschergeschlechts. Dank ihrer besonderen, regionalen Prägung sind sie schon seit jeher Teil des japanischen Kulturerbes. Die Tempel- und Gartenanlagen von Hiraizumi entstanden im 11. und 12. Jh. als Bestandteil der Residenz und des Machtzentrums des Fürstengeschlechts der Oshu Fujiwara. Diese Familie, die mit einer Goldmine reich geworden war, erweiterte seit dem siebten Jahrhundert ihren Einflussbereich im Norden Japans und baute Hiraizumi allmählich zu einem Machtzentrum aus, das in seiner Blütezeit der Kaiserstadt Kyoto den Rang streitig machte. Hiraizumis Blüte endete mit dem Untergang der Fujiwara im Jahr 1189. Große Teile der Stadt wurden von der Armee des ersten Shoguns Yoritomo zerstört, nur ein geringer Teil der Tempel blieb erhalten. Die Bewohner Hiraizumis waren Anhänger des Amitabha Buddha. Im Mittelpunkt dieser Lehre steht der Glaube an eine Wiedergeburt nach dem Tod, in einer Art Paradies, das das „Reine Land“ genannt wurde. Ihrer Vorstellung vom Paradies verliehen sie im Landschafts-garten Motsu-ji Ausdruck, wo sie in einzigartiger Weise Wasserelemente, vor allem den See im Mittelpunkt des Gartens, und Bäume zum heiligen Berg Kinkeisan in Beziehung setzten. Weitere Infos finden Sie auf der englischsprachigen Website World Heritage Hiraizumi.

Schreine und Tempel von Nikko / Tochigi Präfektur

(seit 1999 – Kulturerbe)
Image Das Weltkulturerbe inmitten der beeindruckenden Landschaften von Nikko besteht aus zwei Schreinen, dem Toshogu Schrein und dem Futarasan-jinja Schrein, und einem Tempel, dem Rin’no-ji Tempel. In Nikko lag seit langem ein wichtiges spirituelles Zentrum der Verehrung der Kami (Shinto-Gottheiten) der Berge und so findet man hier nun ein weitläufiges Gebiet heiligen Bodens, in dem Buddhismus und Shintoismus zusammengeführt wurden. Der Tempel, Rinno-ji, datiert mit seiner Gründung (damals noch unter dem Namen Shihonryu-ji) zurück in das 8.Jahrhundert. Er wurde von dem Priester Shodo Shonin gegründet, der somit auch als Gründer von Nikko und der besonderen Verehrung der Berge von Nikko gilt. Der Shinto Schrein Futarasan-jinja dient der Verehrung des Mt. Futara, der sich majestätisch über der weiten Anlage des Schreins erhebt. Das wohl bekannteste Bauwerk Nikkos ist der Toshogu Schrein. Er wurde als Mausoleum für den ersten Shogun, Tokugawa Ieyasu – dem Begründer des Tokugawa Shogunat - errichtet. Die Haupthalle begeistert durch ihre unglaubliche Pracht und Schönheit. Im Ganzen finden Sie 103 Gebäude, die alle mit ihren prächtigen Schnitzereien und unzähligen Motiven, wie den weltweit bekannten „Drei Affen“, die Besucher faszinieren. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website der Nikko Tourist Association und als PDF Nikko .

Nationalmuseum für westliche Kunst / Stadt Tokyo

(seit 2016 - Kulturerbe)
Nationalmuseum für westliche KunstAls Teil des architektonisches Werkes des französischen Architekten Le Cobusier wurde der Le Cobusier Bau des Nationalmuseums für westliche Kunst am Rande des Ueno-Parks in Tokyo im Juli 2016 zum Weltkulturerbe erklärt. 1959 wurde das unter der Leitung von Le Corbusier geplante Gebäude fertig gestellt, das inzwischen durch Ergänzungsbauten erweitert wurde. Die permanente Ausstellung zeigt westliche Kunst aus der Zeit vom Spätmittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert und französische Skulpturen der Moderne. Mehr zum Museum gibt es auf der eigenen Internetpräsenz. Einen Artikel zum Gebäude finden Sie auch auf unserer englischen Seite.

Historische Dörfer von Shirakawa-go und Gokayama / Gifu und Toyama Präfektur

(seit 1995 – Kulturerbe)
Image Die Dörfer von Shirakawa-go und Gokayama sind seltene Beispiele, dass auch ganz gewöhnliche Wohnhäuser zum Weltkulturerbe werden können. Inmitten der wildromantischen Berge Japans leben noch heute die Bewohner dieser Dörfer in den traditionellen Häusern ihrer Vorfahren. Diese einzigartigen Häuser im Gassho-Stil erkennt man an den großen dreieckigen, strohgedeckten Dächern, unterstützt durch ineinander greifende Balken. In seiner Form erinnert dies an im Gebet gefaltete Hände. Diese Dächer im 60 Grad Winkel sind perfekt an das örtliche Klima angepasst und somit kann im Winter der oftmals bis zu 4 Meter hohe Schnee vom Dach abrutschen. In den einzelnen Stockwerken lebt und arbeitet die Familie, wird das Getreide gelagert und oftmals sogar wertvolle Seidenraupen gezüchtet. Um dem teils heftigen Wind weniger Angriffsfläche zu bieten, sind beinahe alle Häuser in dieselbe Nord-Süd Richtung ausgerichtet. Damit bilden sie inmitten der malerischen Berglandschaft immer wieder eine tolle Kulisse und fantastische Fotomotive. Einige der Häuser sind für Besucher geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website und als PDF Tateyama-Kurobe Alpine Route & Gokayama .

Fuji-san

(seit 2013 - Weltkulturerbe)
fujisan shizuoka 01Den Fuji-san umgibt seit alters her ein Mythos. Schon auf den ersten Blick ist der 3.776 Meter hohe Vulkan mit seinem außergewöhnlich symmetrischen, kegelförmigen Gipfel von atemberaubender Schönheit. Aber auch seine zerstörerische Macht hat er mittels seiner zahlreichen Eruptionen im Lauf der Jahrhunderte immer wieder demonstriert. Beides trug zu der besonderen Verehrung bei, die ihm die Japaner, für die er ein nationales Heiligtum ist, bis heute entgegenbringen. Schon sehr früh errichtete man am Fuße des Fuji Schreine, als Stätten der Verehrung. Von dort nahmen die verschiedenen Routen auf den Gipfel ihren Ursprung. Eine große Anzahl von Pilgern setzte es sich zum Ziel, den heiligen Berg zu besteigen. Diese Art der religiös motivierten Bergwanderungen ist tief im japanischen Volksglauben verankert, und hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Die beschwerliche Pilgerreise auf den Gipfel des Fuji-san galt als Sinnbild für den mühevollen Übergang von der Welt der Lebenden in das Totenreich. Nach dieser Vorstellung begann das Jenseits auf halber Höhe, bei der sogenannten 5. der insgesamt 10 Stationen, die den Aufstieg zum Gipfel traditionell bis heute gliedern. Für die große Zahl der Touristen, ebenso wie für die modernen Wallfahrer, die den Fuji während der Sommer-Saison besuchen, gehören die einzigartigen Pilgerrouten auf den heiligen Berg zum nationalen Kulturerbe Japans. Der Fuji-san, Japans höchster Berg, symbolisiert Japan selbst. Seine Verehrung hat eine besondere kulturelle Landschaft geschaffen hat, in der die Naturverehrung der Japaner eng mit der künstlerischen und literarischen Tradition des Landes verwoben ist. Mehr Informationen finden Sie auch hier auf unserer Seite: Der Berg Fuji.

Historisches Kyoto (Kyoto, Uji und Otsu) / Kyoto und Shiga Präfektur

(seit 1994 – Kulturerbe)
Image 794 n.Ch. wurde Kyoto zur Hauptstadt Japans ernannt und ab dann blühte hier für über 1000 Jahre Kunst und Kultur. Es entstanden zahlreiche prachtvolle Gebäude, historische Gärten und eine riesige Bandbreite an Bauwerken mit reicher Geschichte. Heute sind in der Umgebung der alten Hauptstadt Heian-kyo (der alte Name von Kyoto) 17 Gebäude als Weltkulturerbe eingetragen: 13 Tempel, 3 Schreine und die faszinierende Burg Nijo. Jedes der historischen Bauwerke vermittelt die Kultur und den Stil entweder der Heian- oder Edo-Zeit, bis hin zur Moderne. Unter allen ist der Kiyomizu-dera Tempel mit seinem ehrwürdigen Charme und kunstvollen Ausgestaltung ein sehr beliebtes Ziel. Der prächtige Kinkaku-ji Tempel, bekannt als „Goldener Pavillon oder der Ginkaku-ji Tempel – der Silberne Pavillon – sind auch immer einen Besuch wert. Ihrem besonderen Charme kann sich einfach niemand entziehen! Einen der schönsten und berühmten Zen-Gärten finden Sie im Ryoan-ji Tempel. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website Kyoto Travel Guide   und als PDF Kyoto Walks .

Historisches Nara / Nara Präfektur

(seit 1998 – Kulturerbe)
Image In Nara liegt die Wiege des Japanischen Kaiserreiches, denn 710 n.Ch. wurde es zur ersten Hauptstadt des Landes. Einst noch unter dem Namen Heijo-kyo bekannt, wurde hier der mächtige Kaiserpalast errichtet. Von ihm gibt es heute nur noch Fragmente und teilweise Rekonstruktionen im Museum zu sehen. 5 Tempel, der Kasuga-Taisha Schrein und der Kasugayama- Urwald des Welterbes begeistern noch heute Besucher mit dem reichen kulturellen Erbe der Nara-Periode. Das wohl bekannteste Bauwerk unter ihnen ist der riesige, 728 n.Ch. erbaute Todai-ji Tempel, der als das größte Holzgebäude der Welt gilt. In ihm steht die 16,2 Meter hohe, bronzene Statue des Daibutsu – der Große Buddha von Nara - die in Teilen über 1250 Jahre alt ist. Der kunstvolle Kasuga-Taisha galt als Familienschrein der Fujiwara und ist mit seiner zinnoberroten Farbe ein kunstvolles Beispiel eines historischen Shinto-Schrein. Die über 3000 Laternen tun ein Übriges zu der einmaligen, hier herrschenden Atmosphäre. Auch die weiteren Tempel und Pagoden zählen oftmals zu den ältesten ihrer Art in ganz Japan. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website der Präfektur Nara und als PDF Nara Walks .

Buddhistische Heiligtümer von Hōryū-ji / Nara Präfektur

(seit 1993 – Kulturerbe)
Image Die Einzigartigkeit des Horyu-ji Tempels ist schon aus der Tatsache ersichtlich, dass er das erste eingetragene Weltkulturerbe Japans ist. Auch er liegt in der Nähe von Nara und gilt als das älteste, noch erhaltene Holzgebäude der Welt. Der Tempel wurde 607 n.Ch. von Prinz Shotoku gegründet. Er ist ein wunderbares Beispiel der harmonischen Verbindung der buddhistischen Kultur, die über die legendäre Seidenstrasse nach Japan kam, und der eigenen Japanischen Tradition. In der Tempelanlage finden Sie heute nationale Kulturgüter von höchstem Rang, wie die Haupthalle und die 5-stöckige Pagode, die heutigen Besuchern die Kultur des 7.Jahrhunderts näher bringt. Auch der nahe gelegene Hoki-ji Tempel zählt zu dem Kulturerbe. Eines seiner Gebäude ist mit 23 Metern Höhe die höchste 3-stöckige Pagode der Erde und ist einfach eindrucksvoll und Ehrfurcht gebieten, wie sie gen Himmel ragt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der deutschen Website.

Heilige Stätten und Pilgerstraßen in den Kii-Bergen / Wakayama, Mie und Nara Präfektur

(seit 2004 – Kulturerbe)

Image Dieses Kulturerbe ist flächenmäßig das Größte in Japan und erstreckt sich über 3 Präfekturen. Die drei heiligen Orte – Yoshino / Omine, Kumano Sanzan und Koya-san - mit ihrer großen Anzahl an Schreinen, Tempeln und die sie verbindenden Pilgerwege, die gemeinhin als Kumano Kodo bekannt sind, sind in dieser Form einfach einmalig. Viele Pilger, von Adeligen des Mittelalters bis zu einfachen Leuten der Edo-Zeit, sind schon auf dem Kumano Kodo gelaufen und noch heute haben die zeitweise mit Steinen gepflasterten, alten Wege einen ganz besonderen Charme. Überall in der Natur finden sie unzählige Schreine und Tempel reich an Geschichte und die landschaftliche Szenerie ist schlichtweg faszinierend. Ganz im Norden der Kii-Berge liegt Yoshino / Omine als spirituelles Zentrum des Shugendo, des sogenannten „Berg-Buddhismus“. Kumano Sanzan umfasst drei der großen, heiligen Shinto-Schreine auf der Halbinsel. Schlussendlich ist Koya-san ein Ort von unglaublicher religiöser Dichte, mit seinen über 100, auf einem Bergrücken gelegenen Tempel. Weitere Informationen finden sie als PDF Shirahama, Koyasan, Kumano-Kodo & Wakayama Prefecture und in unserem Artikel über Wandern und Pilgern.

Himeji-jo / Hyogo Präfektur

(seit 1993 – Kulturerbe)
Image Die weißgekalkten Wände der Burg von Hemji bilden mit dem strahlend blauen Himmel im Hintergrund eine faszinierende Szenerie. Die Burg wird auch Shirasagi-jo, die Burg des weißen Reihers, genannt, da die Assoziation mit einem graziösen, weißen Reiher nahe liegt. Dank ihrer einzigartigen Schönheit gilt sie zu Recht als das Paradebeispiel aller Japanischer Burgen. Darüber hinaus verfügt die Anlage aber auch über ein ausgeklügeltes Verteidigungssystem mit Türmen, Toren, mächtigen Mauern und Gräben, das sie praktisch uneinnehmbar machte. Glücklicherweise hat die Burg seit ihrer Erbauung vor über 400 Jahren alle Kriege unbeschadet überstanden und ist deshalb in einem exzellenten Originalzustand. Speziell der zentrale Wohnturm ist in seiner Originalsubstanz hervorragend erhalten geblieben. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website Himeji und als PDF Kobe, Himeji & Takarazuka.

Iwami-Ginzan-Silbermine und Kulturlandschaft / Shimane Präfektur

(seit 2007 – Kulturerbe)
Image Die Iwami-Ginzan-Silbermine liegt im Norden der Präfektur Shimane an der Küste des Japanischen Meeres. Mit über 400 Jahren Geschichte war sie einst eine der führenden Silberminen der Welt. Zu ihren Glanzzeiten in der Edo-Zeit wurde hier der Löwenanteil der Silberfunde in Japan gefördert, die etwa ein Drittel der Weltförderung ausmachte. Dies ist der Grund warum Iwami großen Einfluss auf den damaligen Handel und Austausch zwischen Ost und West hatte. Um die Mine herum gibt es schöne Wanderwege durch den Wald und zu dem alten Hafen. Wer das kleine Abenteuer schätzt, kann von März bis November sogar durch einige der der alten, restaurierten Minenschächte gehen. Die Stadt Omori, die sich rund um die Mine entwickelte und blühte, hat noch heute den besonderen Charme einer Stadt der Edo-Zeit. Elegante Anwesen der Samurais und edle Kaufmannshäuser säumen die Hauptstrasse. Einige sind für jetzt für Besucher zugänglich und lassen vergangene Jahrhunderte wieder auferstehen. In der Nähe liegt Yunotsu-Onsen, das bekannt für die therapeutische Wirkung seines Thermalwassers bekannt war und bis heute ist. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website der Präfektur Shimane und der Website des Museums.

Friedensdenkmal in Hiroshima / Hiroshima Präfektur

(seit 1996 – Kulturerbe)
Image Das inzwischen rund um den Globus bekannte Gebäude wurde im April 1915 vom Architekten Jan Letzel ursprünglich als die Industrie- und Handelskammer von Hiroshima errichtet. Mit dem weltweit ersten Abwurf einer Atombombe am 6.August 1945 wurde das Gebäude im 2.Weltkrieges zerstört und brannte aus. Übrig blieben einige Wände und das an einen Dom erinnernde kuppelförmige Dach. Daher wird das Denkmal gemeinhin auch als „Genbaku Dome“ bezeichnet. Als Mahnmal menschlicher Geschichte wurde es Kulturerbe und ist heute gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt Hiroshima, genauso wie ein Zeichen des Friedens und der Sehnsucht nach Abschaffung aller nuklearen Waffen. Auf der anderen Seite des Flusses Motoyasu liegt der Friedenspark mit dem Cenotaphen, der an alle Opfer der Atombombe erinnert, und ein paar Schritte weiter das sehr bewegende und sehenswerte Friedensmuseum. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website Hiroshima und als PDF Hiroshima & Miyajima .

Itsukushima-Schrein / Hiroshima Präfektur

(seit 1996 – Kulturerbe)
Image In der nähren Umgebung von Hiroshima liegt die zauberhafte und heilige Insel Miyajima. Bereits im Jahre 593 n.Ch. soll an dieser Stelle ein erster Shinto-Schrein errichtet worden sein. Der heute zu sehende Itsukushima-Schrein wurde im 12.Jahrhundert von Taira-no-Kiyomori, Oberhaupt des regierenden Heike-Clan, erbaut. Es erscheint dem Besucher fast, dass der Schrein auf dem Wasser des Meeres schwebt und zählt zu Recht zu den drei schönsten Landschaften bzw. Ansichten Japans. Es herrscht hier einfach eine ganz besondere emotionale und spirituelle Stimmung. Das leuchtend rote Torii – Symbol des Schreines – bildet das Tor zum Schrein und ragt bei Flut aus der Wasseroberfläche. Bei Ebbe kann man es sogar zu Fuß erreichen. Die gesamte Anlage besteht aus einem inneren und äußeren Schrein im Zentrum, einem Schrein für Gäste, einer Noh-Bühne und zahllosen Brücken. Alle sind zinnoberrot lackiert und durch Korridore miteinander verbunden. Die grandiose Anlage, die die umgebende Natur harmonisch mit einschließt ist einfach überwältigend. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website Miyajima und als PDF Hiroshima & Miyajima .

Stätten der industriellen Revolution in der Meiji-Zeit (6 davon auf Kyushu, jeweils eines in Yamaguchi, Shizuoka und Iwate

(seit 2015 – Kulturerbe)
GunkanjimaInsgesamt wurden im Jahr 2015 23 Industriedenkmäler an insgesamt 11 Orten im Land zum Weltkulturerbe erklärt. Japan machte nach der erzwungenen Öffnung des Landes einen rasanten Wandel durch. Die von Mitte des 19. Jahrhunderts an beginnende rasche Industrialisierung nach westlichem Vorbild war markantestes Zeichen des Wandels und hinterließ zahlreiche Stätten des Kohlebergbaus, der Eisen- und Stahlindustrie und des Schiffsbaus. Eine Stätte die nun im Rahmen der Gruppe zum Weltkulturerbe gehört, erlange durch den Jame Bond-Film Skyfall internationale Bekanntheit: Die umgangssprachlich wegen ihrer Form als "Gunkanjima" (Kriegsschiffinsel) bekannte Mineninsel Hashima vor der Küste von Nagasaki. Seit die Kohleminen in der Mitte der 70er Jahre geschlossen wurde, liegen die Gebäude der Insel verlassen da, und erinnern an die Industrialisierung und ihre Kehrseite. Die Insel ist heute Anziehungspunkt für Touristen und Fotografen, die mit dem Bot übersetzen, um die Ruinen zu erkunden. Mehr Informationen zum Reisen nach Gunkanjima finden Sie zum Beispiel auf der Seite von Japan-Guide.com. Eine Liste aller zum Essemble gehörenden Stätten finden Sie auf der Seite des des UNESCO Werlterbes .

Yakushima / Kagoshima Präfektur

(seit 1993 – Naturerbe)
Image Das Insel- und Naturparadies Yakushima liegt etwa 60 Kilometer von der südlichsten Spitze der Hauptinsel Kyushu entfernt. Eine ungeheure Vielfältigkeit an Pflanzen – von subtropischen Arten über dichten, immergrünen Feuchtwald bis zu alpinen Pflanzen – gedeihen hier extrem üppig. Außerdem finden Sie hier einen der ältesten Zedernwälder der Welt! All dies macht Yakushima zu einem Schatzkästchen der Natur und natürlich zum Weltnaturerbe. Auf der Insel leben zahlreiche Tiere wie der Yakushima Hirsch und Japanmakak, die endemisch auf der Insel sind. Miyanoura-dake, mit 1.935m der höchste Berg in Kyushu, bildet mit sechs anderen Bergen das Herz der Insel. Immergrüne Wälder, hohe Wasserfälle und eine schier verwunschene Atmosphäre machen es wert diese Region mit Ruhe und Muße zu erkunden. Neben anderen Attraktionen steht hier die „Jomon sugi“ eine Japanische Zeder die nach unterschiedlichsten Schätzungen auf 2.170 bis zu 7.200 Jahren Alter datiert wird und somit als die Älteste Zeder der Welt gilt. Bei einer Höhe von 25,3 Metern und einem Umfang von mehr als 16,4 Metern ist der Anblick ist schlicht beeindruckend. Weitere Informationen erhalten Sie als PDF Yakushima Island .

Gusuku und weitere Stätten des Königreichs Ryukyu / Okinawa Präfektur

(seit 2000 – Kulturerbe)
Image Auf den subtropischen Trauminseln im Süden Japans und vor allem auf Okinawa hat eine ganz eigene Kultur ihre Spuren hinterlassen. Das blühende, unabhängige Königreich Ryukyu war hier vom 15. bis zum 17.Jahrhundert eine mächtige Handelsnation und diente somit als wichtiges Bindeglied zwischen Japan und anderen asiatischen Ländern. Auf dem Höhepunkt des Ruhmes mischte das Königreich Elemente anderer Zivilisationen mit ihrem eigenen Stil und Lebensweise. So entstand diese ganz einzigartige und spezielle Kultur. Ein Beispiel dafür sind die so typischen Burgen, auch Gusuku genannt. Zum heutigen Zeitpunkt sind fünf Gusuku Stätten und vier weitere dazugehörende Kultstätten des Königreiches Ryuku in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Im Besonderen ist Shuri-jo, diese Burg, die der Sitz der Ryukyu-Könige war, ein Muss für Besucher. Sie liegt nahe der Inselhauptstadt Naha und - obwohl einst stark zerstört - sind auch die heutigen Rekonstruktionen sehr beeindruckend. Die Halle der Zeremonien ist das größte Holzgebäude Okinawas und das Shureimon-Tor das absolute Wahrzeichen der Burg. Diese und andere Gebäude sind in dunklem Rot gestrichen, das die Größe und Macht des einstigen Königreiches symbolisiert. Etwas westlich ist die königliche Grablege, genannt Tamaudum Mausoleum, zu besichtigen. Sie liegt dramatisch auf den Klippen, ist perfekt in natürliche Grotten eingepasst und von innen mit Korallenfragmenten besetzt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der englischen Website des Shuri-jo Castle und als PDF Okinawa.

Ogasawara-Inseln

(seit 2011 - Weltnaturerbe)
chichijimaDas über 1.000 km südlich von Tokyo gelegene Ogasawara-Archipel besteht aus etwa 30 subtropischen Inseln vulkanischen Ursprungs, die niemals mit dem Festland verbunden waren. Geboren aus Feuer und Lava nennt man sie auch das „Galapagos Asiens“, denn vergleichbar mit den weltbekannten Inseln vor Südamerika gibt es auch hier über 100 seltene, rein endemische Pflanzen und 14 Tierarten, zu denen zum Beispiel der Ogasawara-Honigfresser gehört. Wer die circa 25-stündige Fahrt mit der Fähre von Tokyo auf sich nimmt, dem stehen erstklassige Naturerlebnisse bevor wie Wal- und Delfinbeobachtungen, Tauchen, Schnorcheln, Kayaking, Vogelbeobachtung und Wandern. Auf den Inseln gibt es keinen Flughafen. Die Inseln gliedern sich in drei Inselketten, sowie drei einzelne Inseln mit einer Gesamtausdehnung von 400 km in Nord-Süd-Ausrichtung. Entstanden sind die Inseln vor etwa 48 Millionen Jahren durch die Tektonik der philippinischen und der pazifischen Platte und der dadurch ausgelösten vulkanischen Aktivität. Nur zwei der Inseln, die zur Präfektur Tokyo gehören, sind überhaupt bewohnt, etwa 2400 Einwohner leben auf Chichijima und Hahajima. Neben der japanisch-stämmigen Bevölkerung finden sich hier auch Nachfahren von europäischen Walfängern, die in früheren Jahrhunderten auf den Inseln einen Stützpunkt errichtet hatten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Ogasawara Islands Nature Information Center.