Japan mit Familie - ein Kinderspiel!

Mit Kind und Kegel nach Japan fahren: Logistisch kein Problem. Japan gehört zu einem der kinderfreundlichsten und sichersten Länder und eine Japanreise mit der ganzen Familie lässt sich gut organisieren. Traditionell ist Japan ein Bahnreiseland und Rundreisen lassen sich mit dem Japan Rail Pass leicht organisieren. (Mehr dazu auf der Seite: Mit dem Zug durch Japan.) Mehr und mehr Familien gerade mit Kindern zeihen jedoch die Reise im Mietwagen oder sogar Campervan vor, da es einfacher und oft günsitger ist, so Familie und Gepäck von Ort zu Ort zu bekommen. 

Hier zum Beispiel ein Erfahrungsbericht über eine Campervaneise mit Kindern durch Japan.

Mehr auf den Seiten Autofahren in Japan und Camping in Japan.

Doch was bietet Japan für Familien? Für welche Attraktionen begeistert sich der Nachwuchs?

Im Reich der Samurai

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Die Samurai haben es längst in die deutschen Kinderzimmer geschafft. Warum also nicht eine Samurai-Burg besichtigen, in die Schlafgemächer des Shoguns blicken und vielleicht sogar eine echte Samurai-Uniform ausprobieren? In Japan sind die Spuren der mittelalterlichen Krieger allgegenwärtig. Besonders sehenswert sind unter anderem die Burgen von Himeji, Osaka, Kumamoto, Matsumoto und Matsuyama. In Shiroishi (Miyagi) lässt sich der Besuch der Burg auch mit einer Tour durch die früheren Wohnhäuser der Samurai verbinden. In Kyoto wiederum lohnt sich ein Besuch des Shogun Palasts Nijo-ji. Ältere Kinder dürften in der Tempelstadt-Nikko die Atmosphäre vieler japanischer Anime-Serien wiedererkennen und sich für die opulente Grabstädte des ersten Shogun Tokugawa Ieyasu begeistern - und es sei es nur der zahlreichen wilden Affen wegen. Nur wenige Kilometer weiter, im Edo Wonderland von Nikko, können Kinder den Alltag der Edo-Zeit sogar selbst ausprobieren.

Ab ins Museum

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Langweilige Museen? Nicht in Japan: Praktisch überall wird das Wissen kindgerecht und interaktiv aufgearbeitet, oft auch mit englischsprachigen Erläuterungen. Zu den vielen Highlights gehören unter anderem:

Themenparks

m 180743Japans Themenparks bieten Stoff für etliche Tage - und sind selbstverständlich ebenfalls pädagogisch gut aufgearbeitet:

  • Kidzania in Toyosu, Tokyo. In der Kidzania-Welt können Kinder Erwachsenenberufe ausprobieren - und werden dafür sogar in kidzanianischer Währung bezahlt. Mittwochs ist "English day".
  • Universal Studios nahe Osaka
  • Der japanische Ableger der amerikanischen Filmstudios: Tokyo Disneyland und Tokyo DisneySea 
  • Joypolis, der Themenpark des Spiele-Herstellers Sega in Umeda/Osaka

Naturerlebnis Japan

Japan besteht nicht nur aus Großstadt und Moderne: Große Teile des Landes sind kaum besiedelt, gleichzeitig aber auch sicher erschlossen. Für europäische Kinder gehören vor allem die zahlreichen Vulkane und geothermischen Sehenswürdigkeiten (eine Liste aller Vulkane gibt esauf Volcano Discovery) zu den ganz großen Highlights, aber auch die Begegnung mit der einheimischen Fauna. Affen sind beispielsweise weit verbreitet. Eine schöne Kombination aus beiden Elementen sind die Schnee-Affen von Yudanaka nahe Nagano: Hier baden die Tier rund ums Jahr in den heißen Quellen, während wenige Meter weiter ein Geysir aus dem Boden sprudelt.

Matsuri: Kultur zum mitmachen

Japan ist das Land der Feste! Die Mischung als Jahrmarkt und traditionellen Vorführungen zeigt Japan von der lebendigen Seite. Auch junge Besucher kleiden sich zu diesen Anlässen oft traditionell japanisch. Und dass sich viele der Attraktionen an Kinder richten versteht sich von selbst, an vielen Ständen heißt es beispielsweise kleine Goldfische zu fangen oder Lose zu ziehen. Farbenfrohe Umzüge und die Vorführungen der Taiko-Trommelgruppen sind für Kinder genauso faszinierend wie für Erwachsene. Abends findet während der 

Matsuris oft noch ein Feuerwerk statt. Eine Liste der landesweiten Matsuris finden Sie in unserem Artikel: Traditionelle Feste in Japan.

Manga & Co auf der Spur

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Pokémon, Yu-Gi-Oh, Nintendo, Mangas und Beyblades: Vieles was heute zum europäischen Kinderalltag gehört, stammt aus Japan. Und wer weiß hierzulande schon, dass die Pokémon ursprünglich auf mythischen Gestalten basieren? Dass die ersten Mangas viele hundert Jahre alt sind und eigentlich aus dem Tempel stammen? Bei einem Besuch in Japan können Familien den Wurzeln der modernen Unterhaltungsindustrie nachspüren. Ein absolutes Muss ist dabei der Besuch der Stadtviertel Electric Town (Akihabara) in Tokyo oder Den-Den-Town in Osaka. In den Sammlershops und Kinder-Spielesalons gibt es oft die allerneuesten Spiele-Entwicklungen lange bevor sie den europäischen Markt erreichen. Mehr dazu im Artikel: Anime & Co

Schräge Sachen im Alltag probieren

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Manchmal muss es gar kein großer Ausflug sein, denn Japans Alltag bietet für Kinder und Jugendliche eine Fülle von exotischen Details. Wo bekommt man sonst im Urlaub Eis der Geschmackssorten Rote-Bohnen oder Thunfisch, kann sich die Spießchen selbst am Tisch grillen, wie in den zahlreichen Teppanyaki-Restaurant, oder vom Band pflücken, wie in den Kaitan (Fließband)-Sushiläden? Für einen Blick auf die Subkultur Japans wiederum ist der sonntägliche Ausflug in den Tokyoter Yoyogi-Park ein Muss: Zwischen Elvis-Imitatoren und anderen schrägen Straßenkünstlern zeigt sich Japan von der poppigen Seite.