Minshuku

Minshuku Minshuku sind japanische Familienpensionen, die einen Blick ins japanische Familienleben geben. Die Minshukus befinden sich oft in Erholungs- und Urlaubsorten. Der Gast wird in einer häuslichen und ungezwungenen Atmosphäre wie ein Familienmitglied umsorgt. Die Übernachtungspreise sind mit ca. 6.500 Yen pro Person vergleichsweise niedrig. Zwei Mahlzeiten sind im Übernachtungspreis inbegriffen. Die Mahlzeiten sind japanischer Art und enthalten oft regionale Spezialitäten. Die Zimmer in den Minshukus sind ebenfalls in japanischem Stil, d.h. man schläft auf Futon-Matten, die auf den Tatami ausgebreitet werden. Nach der Hausordnung müssen die Gäste ihr Bett morgens selbst zusammenlegen, genauso, wie es ein Familienmitglied tun würde. Wegen des niedrigen Übernachtungspreises muss man allerdings auf Annehmlichkeiten wie Yukata und Toilettenartikel, wie sie in den teureren Hotels und Ryokans bereitgehalten werden, verzichten.
 
Einige Minshuku können zum Beispiel über die Seite von Japanese Guest Houses gebucht werden.
 
 
Die Eigentümer internationaler Minshuku werden ständig ermuntert, ihre Englischkenntnisse aufzupolieren. Viele von Ihnen haben ortsansässige Studenten engagiert, die als freiwillige Dolmetscher behilflich sind.

Es empfiehlt sich, einen kleinen Sprachführer für einen Aufenthalt in einem Minshuku mitzunehmen, etwa das "Tourist Language Handbook", das Sie bei der Japanischen Fremdenverkehrszentrale kostenlos anfordern können.

 

Knigge für eine Übernachtung in einem Ryokan oder Minshuku

Am Eingang jeder Unterkunft in japanischem Stil (Ryokan oder Minshuku) ziehen die Gäste ihre Schuhe aus und die bereitgestellten Hausschuhe an. Allerdings dürfen Tatami-Matten nur in Strümpfen oder barfuss betreten werden, am Eingang eines Tatami-Zimmers zieht man also die Hausschuhe aus. 

Im Zimmer sitzt man an einem niedrigenTisch auf Sitzkissen, den "Zabuton". Im Winter liegt oft eine dicke Decke über dem Tisch und unter dem Tisch hängt ein kleiner elektrischer Heizkörper. Man schlüpft unter die Decke und kann seine Beine und Füße wärmen. Dieser "heizbare Tisch" heißt "Kotatsu".

Das japanische Bett "der Futon" , wird vor dem Schlafengehen auf den Tatami-Matten ausgebreitet. Normalerweise wird in japanischen Unterkünften ein dünner Baumwollkimono, der "Yukata" bereitgelegt, welchen man in der Unterkunft nach dem abendlichen Bad tragen kann. Im Winter bekommt man zusätzlich ein dicke Kimonojacke zum Überziehen.

Die Toiletten sind normalerweise in japanischem Stil. Sie werden im Stehen benutzt. Bitte achten Sie darauf, Ihre Hausschuhe vor der Toilettentür auszuziehen und in die bereitstehenden Toilettenschuhe zu schlüpfen. Bitte vergessen Sie auf keinen Fall, diese beim Verlassen der Toilette wieder gegen Ihre eigenen Hausschuhe zu tauschen! Wenn Sie ein Gemeinschaftsbad oder öffentliches Bad benutzen, entkleiden Sie sich in einem Vorraum und legen Ihre Kleidung in einen Korb oder ein Fach. Kleine Handtücher werden von den meisten Unterkünften gestellt, man kann sie als Waschlappen oder zum Abtrocknen benutzen. Zuerst wäscht man sich an den Duschen oder Wasserhähnen gründlich. Wenn keine Duschen vorhanden sind, gießt man sich das Wasser aus den Wasserhähnen mit Hilfe einer kleinen Plastikschüssel, die in den Bädern bereitstehen, über Kopf und Körper. Wenn keine Wasserhähne vorhanden sein sollten, dürfen Sie auch Wasser aus dem Bad schöpfen. Aber achten Sie darauf, das keine Seife in das Badewasser gelangt. Dann erst steigt man in das oft sehr heiße Badewasser zum Entspannen.