Nationalparks

Japan ist ein Land reich an wunderschönen Landschaften: Majestätische Berge mit ganzjährig schneebedeckten Gipfeln, Seen und weiten Wälder, die im Farbenspiel des Herbstes leuchten, bis hin zu unzähligen kleinen Inseln, die sich aus dem funkelnden Meer erheben. Die 29 Nationalparks des Landes sollen diese einmalige Natur für künftige Generationen bewahren sowie heutigen Besuchern Einblicke und neues Verständnis des Naturschutzes ermöglichen. Wanderer kommen hier bei der Japanreise auf ihre Kosten.

Reisen Sie nun durch die Schönheiten der verschiedenen Landschaften und Ökosysteme. Entdecken Sie die Nationalparks von Hokkaido, hoch im Norden des Landes, bis hin zu den Okinawa-Inseln tief im Süden.

Chichibu Tama Chichibu Tama

Karte: Nationalparks in Hokkaido

From Address: To:

Rishiri-Rebun-Sarobetsu

(seit 1974 – 24.166 ha)

Der Shiretoko Nationalpark ist nicht nur Nationalpark sondern steht seit 2005 auch auf der Liste des UNESCO Weltnaturerbes. Die Halbinsel im Nordosten Hokkaidos gilt zu Recht als absolut unberührt. Nur einige wenige Pfade führen durch den Park und die einzigen Gebäude sind ein paar Fischerhütten an der Küste. So verwundert es nicht dass seltene Säugetiere, die größte Braunbärenpopulation Japans, beinahe ausgestorbene Vogelarten und viele Meeresbewohner hier ungestört leben. Zugvögel kommen hier genauso vor, wie im Winter Stellerschen Seelöwen und Largha-Robben.
 

Akan

(seit 1934 – 90.481 ha)

Akan NationalparkDer Akan Nationalpark liegt im Osten Hokkaidos und ist eine Symphonie aus mächtigen Vulkanen, drei mystischen Kraterseen, Gebirgsseen und weiten Koniferenwäldern. Braunbären, Streifenhörnchen und der seltene Schwarzspecht leben hier. Gerade der Blick über den 26km großen Kratersee Kussharoko ist einmalig. Außerdem sorgen zahlreiche heiße Quellen hier für eisfreie Zonen in der frostigen Jahreszeit und somit ist der See beliebtes Winterquartier der Singschwäne. Eine weitere Besonderheit ist die seltene Algenart Marimo, die im Kratersee Akanko mit Ihrem kugelförmigen Wuchs eine absolute Eigenart bildet. Der kleine Kratersee Mashuko ist bekannt für eines der weltweit klarsten Wasser.

 

Kushiro-Shitsugen

(seit 1987 – 26.861 ha)

Das größte Feucht- und Sumpfgebiet Japans bildet der Kushiro-Shitsugen Nationalpark. Dieser relativ junge Nationalpark spielt eine große Rolle im Schutz der schon beinahe ausgestorbenen Mandschurenkraniche. Diese seltenen und symbolträchtigen Vögel brüten seit ewigen Zeiten in den hiesigen Sümpfen und bedingt durch weit reichende Schutzmassnahmen hat sich die Population wieder vermehrt. Über 200 Pflanzenarten und weitere seltene Insekten und Amphibienarten sind hier zu finden. Geführte Kanutouren und Eco-Touren werden von der Nationalparkverwaltung angeboten, um dieses einzigartige Ökosystem verstehen zu lernen.
 

Daisetsuzan

(seit 1934 – 226.764 ha)

Der Daisetsuzan Nationalpark (http://www.bes.or.jp/english/parks/daisetsu.html) ist der flächenmäßig größte Nationalpark Japans. Die gebirgigen Landschaften werden auch gerne als das „Dach Hokkaidos“ bezeichnet. Sie finden hier verschiedene Gebirgsketten, Vulkangruppen, Wasserfälle, Flüsse und Seen. Mit dem Mt. Asahidake (2.290 m) zudem auch den höchsten Berg Hokkaidos! Der Vulkan Mt. Tokachidake (2.077 m) ist der Mittelpunkt der gleichnamigen Vulkangruppe und mit seiner gleichmäßigen Kegelform bietet er ein malerisches Bild. Manchmal steigen noch heute Rauchschwaden aus seiner Spitze. Inmitten dieser vielfältigen Landschaften leben Braunbären, Sikahirsche und eine Spezies, die seit der Urzeit bekannt ist: Die Pikas oder Pfeifhasen.
 

Shikotsu-Toya

(seit 1949 – 99.473 ha)

Ganz im Südwesten Hokkaidos liegt der Shikotsu-Toya Nationalpark und mächtige Vulkane sowie große Kraterseen bilden seine Landschaft. Das gesamte Gebiet ist noch heute vulkanisch aktiv und Noboribetsu-Onsen mit seinen heißen Quellen ein beliebtes Thermalgebiet. Einige Vulkane rauchen von Zeit zu Zeit und der Mt. Showashinzan hat vor nur 60 Jahren eindrücklich bewiesen, wie die Erde aus Feuer neue Landschaften entstehen lässt. Sie finden hier außerdem den nördlichsten, ganzjährig eisfreien See Japans. Der Lake Shikotsuko mit seiner Tiefe von 360m und starkem Wellengang durch die Winterwinde friert so gut wie nie zu. Einige seltene Pflanzen und Tierarten, wie eine nur hier lebende Marderart, runden das faszinierende Bild ab.
 

Karte: Nationalparks auf der Hauptinsel Honshu

From Address: To:

Towada-Hachimantai

(seit 1936 – 85.551 ha)

Der beliebte Towada-Hachimantai Nationalpark war schon immer ein beliebtes Motiv bei Malern und ist noch heute ein faszinierendes Ziel für Naturliebhaber. Wandern, Skifahren und vieles mehr ist hier möglich… Er liegt auf der Hauptinsel Honshu im Norden der Tohoku Region und besteht aus zwei Teilen. Zum einen die Hakkoda Mountains mit Bergen bis zu 1.500m Höhe und dem malerischen Vulkansee Towadako. Zum anderen das vulkanisch aktive Hachimantai Plateau mit seinen zahlreichen heißen Quellen und den wunderschönen Berglandschaften des Mt. Iwatesan und Mt. Akitakomagatake.


 

Rikuchu-Kaigan

(seit 1955 – 12.212 ha)

Der Rikuchu-Kaigan Nationalpark erstreckt sich über 180km entlang der Pazifikküste und wird aufgrund seiner wildzerklüfteten, bis zu 200m hohen Klippen auch als die „Küstenalpen“ bezeichnet. Hier liegen viele wichtige Brutgebiete für zahlreiche Seevögel und das Zusammentreffen warmer und kalter Meeresströmungen bedingt den extremen Fischreichtum. Weite Strandlandschaften wie Kuji Beach und Kesennumaoshima Island mit seinem “singenden Sand” begeistern nicht nur im Sommer die Besucher.
 

Bandai-Asahi

(seit 1950 – 186.404 ha)

Der drittgrößte Nationalpark in Japan ist der Bandai-Asahi Nationalpark mit seinen eindrucksvollen Berglandschaften, die oftmals bis in den Sommer hinein schneebedeckt sind. Der Park besteht aus vier Bereichen: Dewasan ist eine Bergkette mit drei heiligen Bergen, die seit ewigen Zeiten von Gläubigen besucht werden. Die Asahi Mountains mit dem pyramidenförmigen Mt. O-Asahidake (1.870 m) sind schon weitaus weniger einfach zugänglich. Für erfahrene Bergsteiger perfekt sind nun die Iide Mountains mit Gipfeln bis zu 2.128m Höhe und einer unberührten Natur. Zu guter Letzt gehört auch der große See Inawashiroko dazu, an dem zahlreiche Tundra Schwäne überwintern.
 

Nikko

(seit 1934 – 114.908 ha)

Nur knapp 140km nördlich von Tokyo liegt Nikko. Hier finden Sie nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch eine Der der Weltkulturerbestätten des Landes. Der Nikko Nationalparkselber bezaubert mit abwechslungsreicher Natur. Im bekannnten Teil Oku-Nikko liegt der majestätische Mt. Shiranesan (2.578 m) und Besucher entdecken glasklare Wasserfälle, wie dem 97m hohen Kegonnotaki sowie die Marschlandschaften Senjogahara und den See Chuzenjiko. Im Norden liegen in Teilen des Nationalparks unzählige heiße Quellen. Zum Schutz des gerne besuchten Parks sind einige Regionen nur mit Elektroautos der Nationalparkverwaltung zu befahren.
Hakusen-Zenjodo
Hakusen-Zenjodo

Oze

(seit 2007 – 37.200 ha)

Einst Teil des Nikko Nationalparks wurden die Marschlandschaften des Oze im Jahr 2007 zum eigenen Nationalpark erklärt. Ein in Japan bekanntes Lied über Blumen, die als Symbol der Hoffnung aus einem Sumpf erblühen, ist untrennbar mit dem Oze Nationalpark verbunden. In gebirgiger Region finden Sie hier das höchstgelegene Moor der Insel, weite Sumpflandschaften mit seltenen Pflanzen wie der hier endemischen Wasserlilienart Ozekohone und zahlreichen Insekten. Die Bergelandschaften der Mt. Aizukomagatake, Mt. Taishakuzan und Mt. Tashiroyama mit ihren weiten Buchenwäldern zeigen eine weitere Facette des Parks.

Joshin'etsu Kogen

(seit 1949 – 189.062 ha)

Der zweitgrößte Nationalpark des Landes liegt nahezu in der Mitte der Hauptinsel Honshu. Die wildromantischen Vulkanlandschaften des Joshin'etsu Kogen Nationalpark inspirierten schon zahlreiche Dichter und ziehen noch heute Besucher in ihren Bann. Im Sommer Wandern, im Winter Skifahren sowie Entspannung in den heißen Quellen gehören zu den möglichen Aktivitäten. Außerdem leben hier zahlreiche Japanmakaken – das sind vorwitzige Affen, mit denen Sie auch manchmal die heiße Quelle teilen dürfen… Tierfreunde können hier auch Japanischer Seraus, die sehr seltenen Alpenschneehühner und viele Schmetterlinge und Vogelarten beobachten.

Chichibu-Tama-Kai

(seit 1950 – 126.259 ha)

Der Chichibu-Tama-Kai Nationalparkist eine der wenigen Berglandschaften Japans, die keinen vulkanischen Ursprung hat. Durch die Nähe zu Tokyo und die perfekte Anbindung an das Schienen - und Nahverkehrsnetz ist der Park ein beliebtes Ausflugsziel. Berge bis zu 2.600m Höhe, die Quellgebiete einiger wichtiger Flüsse des Landes und Seen laden zum Wandern und Spazieren ein. Eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt lassen immer wieder neues entdecken. Die Shosenkyo Schlucht ist bekannt für ihre spektakulären Granitfelsen und den Bewuchs aus Pinien, Ahorn und Azaleen, die im Spiel der Jahreszeiten stetig ihre Farben ändern.
Ise-Shima Nationalpark
Ise-Shima Nationalpark

Ogasawara

(seit 1972 – 6.629 ha)

Für viele eine Überraschung ist der Ogasawara Nationalpark. Der Archipel aus etwa 30 subtropischen Inseln liegt 1.000 – 1.250 km südöstlich von Tokyo mitten im Pazifik. Die Inseln vulkanischen Ursprungs waren niemals mit dem Festland verbunden. Geboren aus Feuer und Lava haben sie auch den Beinamen „Galapagos Asiens“ bekommen, denn vergleichbar mit den weltbekannten Inseln gibt es auch hier seltene, rein endemische Pflanzen und Tiere, wie den Ogasawara-Honigfresser, eine beinahe ausgestorbene Vogelart. Dieses sehr sensible Ökosystem bedarf sowohl auf den hügeligen Lavainseln sowie unter Wasser mit den zahlreichen Riffen eines besonderen Schutzes.

Fuji-Hakone-Izu

(seit 1936 – 121.695 ha)

Anders hingegen ist der Fuji-Hakone-Izu Nationalpark weltbekannt. Er besteht aus vier Teilen: Zum ersten natürlich die Region um den erhabenen Mt. Fujisan, mit 3.776m auch der höchste Berg des Landes. Dazu die Gegend Hakone mit seinen Vulkanen und zahlreichen heißen Quellen. Als drittes zählen die abwechslungsreichen Küstenlandschaften der Izu-Halbinsel sowie im Inland Mt. Amagisan dazu. Zu guter Letzt die so genannten „Sieben Inseln“, die etwa 180km südöstlich von Izu im Meer liegen. Sieben Vulkane, die weit unter auf dem Meeresgrund ihren Ursprung haben, bilden mit ihren Spitzen diese Insellandschaft. Die bekannteste unter ihnen ist wohl die schöne Insel - Oshima. Mehr Informationen auch im Artikel Der Berg Fuji.

Chubu Sangaku

(seit 1934 – 174.323 ha)

Im Herzen des Hida Gebirges, das auch die „Japanischen Alpen“ genannt wird, liegt der Chubu Sangaku Nationalpark. Sie finden hier Berge über 3.000 Höhe, tiefe, teilweise durch die Eiszeit geformte Täler sowie eine artenreichen alpine Tier- und Pflanzenwelt. Schwarzbären, Japanische Seraus, majestätische Steinadler und Bergadler sowie die seltenen Schneehühner sind hier zu Hause. Im Winter ist die Gegend um Mt. Tateyama bekannt für seine ergiebigen Schneefälle und weiten Schneefelder.

Minami Alps

(seit 1964 – 35.752 ha)

Der Minami Alps Nationalpark zieht vor allem Klettersportler an. Er erstreckt sich entlang der Akaishi Bergkette und ist anders als andere Parks eher den sportlich ambitionierten Besuchern zugänglich. Besonders zu erwähnen ist auch die bis auf 2.500m – 2.700m Höhe reichende Baumgrenze, der hier wachsenden Helmlock- und Silbertannen. Einige bekannte Flüsse Japans, wie der Oigawa River, entspringen ist diesen wunderschönen Berglandschaften und mündet viele Kilometer entfernt in den Pazifik.

Hakusan

(seit 1962 – 47.700 ha)

Mt. Hakusan zählt mit Mt. Fujisan und Mt. Tateyama zu den drei heiligen Bergen Japans und zieht seit Generationen Pilger in seinen Bann. Von seinem Gipfel aus den Sonnenaufgang zu erleben ist ähnlich wie am Mt. Fujisan ein besonderes spirituelles Erlebnis. Der gleichnamige Hakusan Nationalpark mit seinen ganzjährig schneebedeckten Gipfeln, Wasserfällen und der erhabenen Natur berührt die Seele zutiefst. Der Park gilt als der am westlichen gelegene aller alpinen Nationalparks in Japan und so finden Sie hier ein letztes Mal die reiche Tier- und Pflanzenwelt der Japanischen Hochgebirge.

Ise-Shima

(seit 1946 – 55.544 ha)

Die Halbinsel Shima und die Bucht von Ise sind mit einem angenehmen Klima, faszinierenden Küstenlandschaften und mit unzähligen kleinen Buchten gesegnet. Der Ise-Shima Nationalpark ist aber nicht nur aufgrund seiner eindrucksvollen Natur sondern vor allem wegen des höchsten Heiligtums des Shintoismus bekannt. Inmitten des mit Pinien und Zedern bewaldeten, hügeligen Inlands liegt der Ise-jingu Schrein, der in seiner schlichten Erhabenheit die direkte Verbindung zwischen Religion und Natur widerspiegelt. Gemäß alter Rituale wird alle 20 Jahre der Schrein immer wieder neu errichtet.

Yoshino-Kumano

(seit 1936 – 59.793 ha)

Landschaftlich unglaublich vielseitig ist der Yoshino-Kumano Nationalpark. Die Halbinsel Kii gilt als eine der waldreichsten Gegenden Japans, Wasserfälle ergießen sich in enge Täler, nebelumhüllte Hochplateaus und viele Flüsse werden hier gespeist, die bis zu den beeindruckenden Küstenlandschaften mit außergewöhnlichen Steinformationen fließen. Außerdem führen durch diese Landschaft Teile der alten Pilgerwege des Kumano Kodo. Die 31km lange Dorokyo-Schlucht mit seinen tiefblauen Wassern gilt als eine spektakulärsten des Landes.

San'in Kaigan

(seit 1963 – 8.783 ha)

Oze, Gunma
Oze, Gunma
Der San’in Kaigan Nationalpark liegt im Norden Honshus, an den Küsten des Japanischen Meers und überrascht mit bis zu 100m hohen Sanddünen. Diese Tottorisakyu-Dünen lassen Besucher auf einer Breite von fast 16km beinahe vergessen, dass man an der Küste Japans ist, sondern versetzen Sie gedanklich eher in Wüstenlandschaften. Zusätzlich umfasst der Nationalpark einen 75km langen Küstenstreifen der die Unterwasserwelt genauso wie zahlreiche Buchten, Flussmündungen und einige sehenswerte Höhlen schützt.

Setonaikai

(seit 1934 – 66.934 ha)

Über 400km von Ost nach West erstreckt sich der Setonaikai Nationalpark zwischen den Hauptinseln Honshu und Shikoku. Er umfasst über 3.000 Inseln und Inselchen, die sich aus den glitzernden Wassern der Seto-Inlandsee erheben. Tolle Ausblicke haben Sie von Mt. Rokkosan und der Insel Awajishima aus. Die Gezeiten-Strudellöcher Narutokaikyo sind vom Boot aus beeindruckend und man glaubt fast selber mit in die Tiefe gezogen zu werden. Beliebte Inseln wie Shodoshima und Miyajima mit dem weltberühmten Itsukushima Schrein seien nur stellvertretend für viele andere, nicht minder schöne Orte genannt.

Daisen-Oki

(seit 1936 – 35.053 ha)

Auch dieser Nationalpark, im Nordwesten der Insel Honshu, besteht aus mehreren Teilen und beeindruckt mit Vulkanen auf dem Festland sowie Vulkaninsel, die sich aus dem Meer erheben. Der Daisen-Oki Nationalpark mit seinem Namensgeber Mt. Daisen zeigen zwei Gesichter: Vom der Küste aus ist der Vulkan perfekt konisch geformt und vom Inland aus präsentiert er sich wild und zerklüftet. In den Gewässern am Mt. Hiruzen lebt zudem noch der sehr seltene Japanische Riesensalamander. Die 180 Okinoshima-Inseln bereichern mit ihren Landschaften den Nationalpark. Seltene Baumarten wie spezielle Kastanien- und Eichensorten wachsen hier.
 

Karte: Nationalparks in Shikoku

From Address:

Ashizuri-Uwakai

(seit 1972 – 11.345 ha)

Der Ashizuri-Uwakai Nationalpark liegt im äußersten Südwesten der Insel Shikoku. Am Kap von Ashizurimisaki und der Küste von Odokaigan fallen einige der Klippen bis zu 100m ab und sind vom Pazifik umspült. Gerade am Strand von Tatsukushi spüren Sie besonders die Kraft des Meeres, die diese Steine über Jahrmillionen geformt hat. Auch die reiche Unterwasserwelt, die ein warmer Meeresstrom ermöglicht, können Sie per Glasbodenboot und von einem Unterwasseraussichtspunkt aus bestaunen. Im Westen liegen in der geschützten Bucht von Sukumowan zahlreiche Inseln, wie Kashima und Hiburishima. Tolle Ausblicke über diese Landschaften genießen Sie vom Mt. Sasayama (1,065 m) aus.
 

Karte: Nationalparks in Kyushu

From Address: To:

Saikai

(seit 1955 – 24.646 ha)

Nun geht es auf die westlichste der vier Hauptinseln, nämlich Kyushu. Vor deren Nordwestküste liegen über 400 kleinere und größere Inseln, die den Saikai Nationalpark bilden. Nirgends sonst in Japan liegen Inseln derart dicht beieinander und bilden mit dem Grün der Inseln und dem Blau des Meeres ein reizvolles Bild. Auf Hiradoshima stellt der markant geformte Mt. Shijikiyama (347 m) seit jeher einen Orientierungspunkt für Handelsschiffe dar. So finden Sie hier auch noch einige reizvolle Bauwerke dieser vergangenen Epoche. Verschiedene betörend duftende Kameliensorten blühen auf Hisakajima und Hiradoshima. Vor Fukuejima und Wakamatsujima liegt der Reichtum der Natur unter Wasser - farbenprächtige Korallenriffe mit großem Fischreichtum.

Unzen-Amakusa

(seit 1934 – 28.279 ha)

Der Unzen-Amakusa Nationalpark liegt im Westen von Kyushu und besteht aus zwei Teilen. Zum einen die aktive Vulkankette des Mt. Unzendake. Hier finden Sie zahlreiche warme Quellen und spüren die thermische Kraft der Erde hautnah. So zieht es jedes Jahr viele Besucher in Thermalkurort Unzenonsen. Zum anderen umfasst der Park die über 120 Amakusa-Inseln. Auf den teils hügeligen Inseln ist dichtes Grün zu finden und unter Wasser – geschützt durch spezielle Marine Nationalparks – liegt die faszinierende Korallenwelt. Zudem finden Sie hier auf den Inseln historische und aktuelle Zeugnisse der Christen in Japan.

Aso-Kuju

(seit 1934 – 72.678 ha)

Im Herzen Kyushus liegt einer der größten Vulkan Calderas der Erde! Ein Teil des Aso-Kuju Nationalpark ist dieser eindrucksvolle Mt. Asosan. Bei einer Eruption vor über 90.000 Jahren bildete sich jene Doppel-Caldera, deren innerer Rand 16km von Ost nach West und 23km von Nord nach Süd misst. Der zweite, äußere Rand bringt es auf stolze 128km. Fünf noch heute aktive Vulkanspitzen gruppieren sich in dieser Gegend. Botaniker finden hier außerdem die seltene, blau blühende Jakobsleiter. Der zweite Teil des Parks ist die majestätische Vulkangruppe Kuju mit über 1.700m hohen Gipfeln. Wilde Azaleen tauchen während der Blütezeit diese Landschaften in ein Meer aus Blüten.

Kirishima-Yaku

(seit 1934 – 60.794 ha)

Ganz im Süden Kyushus liegt der Kirishima-Yaku Nationalpark, der zum einen die aus 23 Vulkanen bestehende Kirishima-Gruppe umfasst. Das zu ihren Füßen liegende Ebinokogen Plateau ist reich bewaldet und voll von heißen Quellen, die die Landschaft oftmals in mystischen Nebel tauchen. Gleichfalls zählt der Sakurajima zum Nationalpark. Einst Insel verband sich der noch immer aktive Vulkan während eines Ausbruchs durch eine Lavabrücke mit der Halbinsel Osumihanto. Hier fasziniert das Kap Satamisaki mit eindrucksvollen Landschaften. Etwa 60 km vor der Küste liegt die bezaubernde Insel Yakushima. Sie ist Teil des Nationalparks und zählt zudem zum UNESCO Weltnaturerbe (interner Link). Sie sehen dort die ältesten Zedernwälder dieser Erde und eine extrem abwechslungsreiche Flora und Fauna. Eine Besonderheit sind außerdem Meeresschildkröten, die an Strand der Insel ihre Eier im Sand legen.
Akan Nationalpark
Akan Nationalpark

Iriomote-Ishigaki

(seit 1972 – 20.569 ha)

Der Iriomote-Ishigaki Nationalpark bildet nun das südwestliche Ende Japans. Er liegt südlich der Hauptinsel von Okinawa und besteht aus den Inseln Iriomotejima und Ishigakijima, einigen kleinen umliegenden Inseln und der reichen Unterwasserwelt in dieser Region. Zahllose Korallenriffe mit in allen Farben schillernden Fischen gilt es zu bewahren. Auf den Inseln gibt es immergrünen Wald, seltene Palmenarten, Mangrovensümpfe, Flüsse und teilweise sehr seltene Tierarten wie die Iriomote-Wildkatze.

Karte: Nationalparks in Okinawa und im Pazifischen Ozean

From Address: To:

Mehr Information:

Wandern und Pilgern