Traditionelle Sportarten

In Japan sind verschiedene westliche Sportarten, wie zum Beispiel Fußball und Baseball, sehr populär. Bei Ihrem Aufenthalt möchten Sie aber vielleicht auch einige traditionelle japanische Sportarten kennenlernen.

 

Judo ist die weltweit populärste japanische Kampfsportart. Das grundsätzliche Prinzip der Judo-Technik besteht darin, die Stärke des Gegners zum eigenen Vorteil auszunutzen. Der Rang des Kämpfers lässt sich an der Farbe des Gürtels (Anfänger: Weiß; höchster Rang: Schwarz) erkennen.

 
Judo

 

KendoKendo ist eine Art des Fechtens in Japan, die von Kenjutsu abstammt, einer der wichtigsten von den Rittern (Samurai) praktizierten japanischen Kampfsportarten. Die beiden Kämpfer tragen spezielle Schutzkleidung und greifen nach einem strengen Reglement Kopf, Rumpf und Handgelenke des Gegners mit einem Bambusschwert an.


Japanischer Kendo-Verband (All Japan Kendo Federation)

 

KarateKarate wurde aus China kommend in Okinawa eingeführt und hat sich dann allmählich zu einer eigenen japanischen Kampfsportart entwickelt. Bei Karate werden keine Waffen verwendet, Angriff und Verteidigung erfolgen nur mit Händen und Füßen. Karate ist kampfbetonter als die meisten anderen Kampfsportarten.

Japanischer Karate-Verband (Japan Karatedo Federation)

 

Aikido basiert auf dem Prinzip die körperliche Kraft des Angreifers nicht mit Kraft zu erwidern, sondern für die Verteidigung auszunutzen. Aikido-Übungen dienen ursprünglich nur dem Zweck die Form (Kata) zu üben. Im Vergleich zu anderen Sportarten, wie zum Beispiel Judo oder Karate, ist die körperliche Kraft bei Aikido nicht so wichtig. Aikido ist beliebt bei Frauen und älteren Leuten als geistige Übung oder um körperlich fit zu bleiben.

Aikido-Bund Aikikai (Aikikai Federation)

 

SumoSumo ist traditioneller japanischer Ringkampf. Die meisten Ringer sind professionelle Athleten, die gewöhnlich zwischen 110 und 200 kg wiegen.
Im Vergleich zum Ringen westlicher Art, sind die Regeln des Sumo sehr einfach. Zwei Ringkämpfer, die lediglich mit einem schmalen Leinentuch bekleidet sind, betreten einen Ring aus Sand mit 4,5 m Durchmesser, der sich auf einem quadratischen Lehmhügel befindet. Der Kampf ist entschieden, wenn einer der beiden Kämpfer mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt oder wenn er außerhalb des Rings auftritt oder aus diesem herausgedrückt wird.

Sechsmal im Jahr finden 15-tägige Turniere statt, im Januar, Mai und September in der Ryogoku Kokugikan in der Nähe des Bahnhofs Ryogoku in Tokyo, im März in Osaka, im Juli in Nagoya und im November in Fukuoka.

Nihon Sumo Kyokai (Japanischer Sumo-Verband)