Ausgewählte Gärten in Japan

Wer auf der Japanreise japanische Gartenkunst entdecken Möchte findet hier einige Anregungen und Beispiele für schöne, japanische Gärten in Japan.

Kyoto und Umgebung:

Die alte Kaiserstadt Kyoto zählt bei dem Thema Gärten zu den Traumzielen schlechthin. So viele sehenswerte Exemplare wie hier finden Sie nirgends sonst auf so kleinem Raum. Natürlich dürfen hier die vier Kaiserlichen Gärten nicht fehlen. Bitte vergessen Sie jedoch nicht, dass für alle vier Gärten im Voraus eine Genehmigung beim Kaiserlichen Haushaltsamt einzuholen ist.

Kaiserpalast (Kyoto Gosho)
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In der Innenstadt von Kyoto befindet sich das etwa 1.300m lange und 700m breite, von einer Mauer umgebene Areal des Kaiserlichen Park (Kyoto Gyoen) und des darin liegenden Kaiserpalastes (Kyoto Gosho). Ab 794 befand sich hier die offizielle Residenz des Kaisers, bis zu dem Umzug 1868 nach Tokyo. Das große Parkareal (Kyoto Gyoen) ist Besuchern frei zugänglich und heute ein beliebter Naherholungsplatz inmitten der Stadt. Von Kobori Enshu (1579-1647) wurde das gesamte Areal maßgeblich umgestaltet und der Park mit seinen über 9.000 Bäumen erhielt sein heutiges Gesicht. Gerade zur Kirschblüte finden sich einige wunderschöne Plätzchen. Der Konoe Teich, das alte Wohnhaus einer Adelsfamilie, einer kleiner Schrein und die einfach schöne Stimmung erwarten Sie hier. Der Besuch des von einer weiteren Mauer umgebenen, inneren Bereichs - der Kaiserpalast (Kyoto Gosho) - ist nur im Rahmen einer vorab angemeldeten Führung möglich. Dabei sehen Sie viele der Gebäude von außen: Die Halle für Staatszeremonien, kleinen Palast und Hauptpalast sowie den wunderschönen und besonders kunstvollen Teichgarten.

Sento Palast (Sento Gosho): 
Inmitten des gleichen Parkareals und gleichfalls nur nach Voranmeldung zu besuchen liegt die zweite kaiserliche Palastanlage. Sie wurde 1630 als Altersruhesitz für Kaiser Gomizuno erbaut und diente dann über Jahre als Residenz für weitere, sich zur Ruhe gesetzte Kaiser. Die Gartenanlage besteht aus zwei malerisch angelegten Teichen, zahlreichen Pfaden, einem Teehaus und ist ein gelungenes Beispiel für einen Wandelgarten.

Katsura Kaiserliche Villa (Katsura Rikyu):
Im ruhigen Westen der Stadt liegt die wohl schönste Anlage der Kaiserlichen Gärten. Die Katsura Kaiserliche Villa wurde 1624 für ein Mitglied der Kaiserfamilie gebaut und gilt als perfektes Beispiel japanischer Architektur. Ihre Form und Ästhetik inspirierte und inspiriert noch heute weltweit bekannte Architekten. Auch die Gartengestaltung ist bis ins letzte Detail harmonisch abgestimmt. Ein zentraler Teich mit Inseln sowie Brücken, Hügel, Sandflächen, Teehäuser und ein Pavillon, um den herbstlichen Vollmond zu betrachten, wurden von kundiger Meisterhand geschaffen.

Shugakuin Kaiserliche Villa:
In den grünen Hügeln östlich der Stadt liegt die Shugakuin Kaiserliche Villa. Beeindruckend ist vor allem die weitläufige Gartenanlage, die scheinbar nahtlos mit der umgebenden Natur verschmilzt. Auf mehreren landschaftlichen Niveaus finden Sie Teiche, Wege, verwunschene und ruhige Plätze sowie einige Bauwerke im Kaiserlichen Stil.

Neben den Kaiserlichen Gärten gibt es in Kyoto und Umgebung zahllose weitere kunstvolle Beispiele der Gartenbaukunst, von denen viele zu den UNESCO Welterbestätten zählen:

Saihoji kyotoSaihoji-Tempel (Kokedera Tempel):

Um für diesen einmaligen Garten und das Kloster ein verträgliches Maß an Besuchern zu gewährleisten müssen Sie bitte auch hier vorab Ihren Besuch anmelden. In diesem Fall mit genügend Vorlaufzeit auf dem Postweg direkt bei der Klosterverwaltung. Bereits 731 wurde an dieser Stelle ein erster Tempel gegründet, der 1339 in einen Zen-Tempel umgewandelt wurde. Zu dieser Zeit wurde auch von Muso Soseki der Garten angelegt, der spätere Gartengestaltung nachhaltig beeinflussen sollte. Der Name Kokedera (Moostempel) spielt auf die über 100 Arten von Moos an, die diese beinahe unwirkliche Stimmung schaffen. Ein unterer Landschaftsgarten liegt um den Teich gruppiert, dessen Form das Schriftzeichen für „Herz“ darstellt. Der obere Garten ist ein trockener Felsengarten. Besucher werden neben dem Besuch des Gartens zu Aktivitäten des Klosters wie dem Kopieren einer Sutra oder Meditation eingeladen.

Ryoanji-Tempel:
Den wohl schönsten und bekanntesten Zen-Garten des Landes finden Sie im Ryoanji-Tempel. Dabei sitzen Sie auf der Terrasse des Hojo Gebäude und blicken auf den im 15.Jh. angelegten, 30mx10m großen, rechteckigen Steingarten mit weißen Kieseln und 15 größeren Felsen. Diese sind in kleine Gruppen unterteilt, von Moos umgeben und aus keiner Perspektive können Sie alle 15 Felsen gleichzeitig sehen. Weiter öffnet sich der Blick über die schlichte ockerfarbene Mauer, in den dahinter liegenden Landschaftsgarten. Der Gedanke des Zen ist durch die fehlende Erklärung der eigentlichen Bedeutung perfekt umgesetzt, denn jeder Betrachter darf sich im Hier und Jetzt in seine ganz eigene Betrachtung versenken…

Daitokuji-Tempel:

Auch untrennbar mit der Zen-Kultur - in diesem Fall mit der Rinzai-Schule - ist der 1309 gegründete Daitokuji-Tempel Komplex verbunden. Das große Areal birgt einige Nationale Kulturgüter des Landes und besitzt eine große Auswahl an verschiedenen Zen-Gärten. Der wohl bekannteste, liegt in einem der 22 Untertempel, dem Daisen-in. Der kleine Steingarten aus dem Jahr 1509, der L-förmig den Tempel umgibt, gilt als Meisterwerk. Er symbolisiert jene Landschaften, die so kunstvoll auf alten Rollbildern dargestellt werden. Von einem Berg ergießt sich symbolisch ein Wasserfall, fließt durch einen Wald, begegnet Widerständen, teilt sich am Ende und mündet in den Mittleren See bzw. den Ozean. Je nach Deutung sieht man darin einen Lebensweg oder auch den Gemütszustand eines Zen-Mönches während Askese in freier Natur. Ein weiterer beeindruckender Zen-Garten liegt beim Daitokuji Hojo (dem Quartier des Abtes) im Haupttempel. Dieser stellt Schüler Buddhas in der Zazen-Meditation dar. Er kann nur im Rahmen einer vorab gebuchten Tour besucht werden.

Byodoin-Tempel:
Byodo-in, UjiIn der Nachbarstadt Uji gelegen, ist der Byodoin-Tempel mit seiner Halle des Phönix’ (1053 erbaut) jedermann in Japan bekannt. Ziert ihr Bild doch heute jede 10-Yen-Münze in Japan! Aus derselben Zeit stammt die Gartenanlage, die das buddhistische Ideal des „Reinen Landes“ widerspiegelt. Der supermoderne Annex mit dem sehenswerten Museum des Tempels zeigt wiederum perfekt, wie auch im 21.Jh. die Verbindung von Architektur und Landschaft kunstvoll gelingt. 


Kinkakuji-Tempel:

Das Postkartenmotiv schlechthin ist wohl der „Goldene Pavillon“, wenn er sich glänzend im Wasser des Teiches spiegelt. Im Jahre 1397 als Altersruhesitz eines Shoguns erbaut, wurde er später in einen Tempel umgewandelt. Oftmals Feuern zum Opfer gefallen, erstrahlt der wieder aufgebaute Pavillon stets im neuen Glanz. Im anschließenden Tempelgarten finden Sie weitere schöne Details wie einen Glück bringenden Teich und ein kleines Teehaus.

Ginkakuji-Tempel:
Inspiriert vom Goldenen Pavillon seines Großvaters wurde 1482 der „Silberne Pavillon“ von Shogun Ashikaga Yoshimasa erbaut. Doch sollte sein Plan, das Bauwerk mit Silber zu überziehen, nie verwirklicht werden. Später wurde auch dieser Altersruhesitz wie gewünscht zum Zen-Tempel umgewandelt. Im wunderschönen Garten gibt es unzählige Facetten der Gartenbaukunst zu sehen: Einen weltbekannten Steingarten mit dem See des Silbersandes sowie dem unverwechselbaren, leuchtend weißen Sandkegel, der im spannenden Kontrast zum dunklen Holz des Gebäudes steht. Spazierwege führen weiter durch einem Landschaftsgarten und verwunschenen Moosgarten. Vom Hügel aus haben Sie einen fantastischen Blick über den Tempel und die im Hintergrund liegende Stadt Kyoto.

Tenryuji-Tempel:

Ein fantastisches Beispiel für die Idee der Geborgten Landschaft, stellt der Garten des Tenryuji-Tempels dar. Auch wenn die zu besichtigenden Gebäude alle nicht mehr aus der Gründungszeit 1339 stammen, ist der Garten nahezu im Original erhalten. Er wurde von Muso Soseki gestaltet, der auch für den Moosgarten des Kokedera verantwortlich war. Der Blick aus den Tempelhallen fällt über einen weiten Teich mit Steinen und Felsen am Ufer, einem Wasserfall und einer Brücke. Im Hintergrund stehen Pinien, Ahornbäume und Sträucher, die optisch mit den bewaldeten Hügeln von Arashiyama zu verschmelzen scheinen. Wenn Sie den Tempel am Hinterausgang verlassen, kommen Sie direkt in die schon beinahe surreal wirkenden Bambushaine von Arashiyama. Spazierwege durch meterhohe Bambuspflanzen, deren Kronen sich berühren versetzen Sie in eine andere Welt.

Weitere Gärten in Kyoto und Umgebung finden Sie unserem PDF „Japanese Gardens“ (download) .

 

Übrige Landesteile

Die Top Drei

Allgemein gelten diese als die drei schönsten Landschaftsgärten Japans:


Kairakuen:
Der Kairakuen in Mito liegt etwa 120km nordöstlich von Tokyo und ist bekannt für seine mehr als 3.000 Pflaumenbäume. Er war schon immer der Öffentlichkeit zugänglich und gerade von Ende Februar bis Mitte März, wenn die Pflaumenbäume in Schattierungen von weiß, rosa, pink oder rot blühen, pilgern unzählige Besucher hierher. Das beliebte Mito Plum Festival mit vielen kleinen Verkaufsständen bringt vom 20.02. – 31.03. jeden Jahres noch zusätzliches Leben hierher. Der Park umfasst neben den Pflaumenbäumen einen Bambushain, Zedernbäume und einen traditionell japanische Pavillon, von dessen oberem Stockwerk Sie einen tollen Blick über den Park, den Senba-See und die umgebenden Berge haben.

Kenrokuen:
Der Kenrokuen in Kanazawa Richtung Nordwestküste der Insel Honshu liegt zwar etwas abseits der bekannten europäischen Touristenpfade, gilt für japanischenKenroku-en, Kanazawa Gartenliebhaber aber als der Schönste schlechthin. Einst als äußerer Garten der feudalen Burg von Kanazawa angelegt, wurde er beständig umgestaltet und erhielt seine heutige Form Anfang des 19.Jh. Sie finden hier alle wichtigen Elemente der Gartenbaukunst, wie Teiche, Bäche, Brücken, Hügel, Pavillons, besondere Steinlaternen und Teehäuser. Interessant sind auch die durch Seile vor schwerem Schnee gesicherten und gleichzeitig in ihrem Wuchs geformten Bäume. Sein Name bedeutet die „vereinigten sechs“ Grundelemente eines perfekten Gartens. Jede dieser Eigenschaft bildet mit einer Komplementäreigenschaft ein Paar und den stets angestrebten Ausgleich: Weitläufigkeit & Abgeschlossenheit, Künstelei & Altertümlichkeit, Wasserwege & Panoramaansichten.

Korakuen:
Der Dritte im Bunde ist der Korakuen in Okayama. Im Jahre 1687 legten die Feudalherren diesen Park an, um hier Freuden abseits der Politik zu genießen. Gerade die großen weiten Rasenflächen sind außergewöhnlich für einen japanischen Garten. Als schönes Beispiel der Geborgten Landschaft gilt die Burg von Okayama, die sich majestätisch im Hintergrund erhebt. Ansonsten finden Sie hier einen großen See, Wandelpfade, aber auch Teesträucher und ein Reisfeld, sowie einen Stand zum Bogenschießen und eine Kranich-Voliere.

 

Weitere Gärten

Neben den oben genannten Gärten gibt es in allen Landesteilen sehenswerte Exemplare zu entdecken. Hier eine Auswahl von Nord nach Süd auf Honshu, Shikoku, Kyushu und Okinawa:

Motsuji Garden:
Im Norden Honshus finden Sie in Hiraizumi den Motsuji Garden.Er gilt als einer der wenigen noch erhaltenen Paradiesgärten aus dem 12.Jh. Diese sollen das buddhistische Idealbild des Paradieses des Reinen Landes vermitteln. Ein großer See, eine Halbinsel mit gestaltetem Ufer, Felsen zu Land und im Wasser, Hügel und ein natürlicher Zufluss sind die Hauptbestandteile eines solchen Gartens. Ende Mai findet ein Festival mit Kostümen der Heian-Zeit statt und besonders sehenswert ist der Garten von Ende Juni bis Anfang Juli, wenn die 30.000 Iris in voller Blüte stehen.

Koishikawa Korakuen:
Gerade in einer Metropolregion wie Tokyo stellen Gärten wertvolle Orte der Naherholung dar. Einer der ältesten iin der Hauptstadt ist der Koishikawa Korakuen. Er wurde 1629 als ein traditioneller Wandelgarten mit chinesischen Elementen angelegt. Die Pflaumenblüte, Kirschblüte und die Laubfärbung im Herbst setzten im Landschaftsbild schöne farbige Akzente. Im 21. Jh. bilden die ultramodernen Gebäude im Hintergrund, wie der Tokyo Dome, eine neue spannende Art der Geborgten Landschaft.

Rikugien Garden:
Der schöne Rikugien Garden wurde Anfang des 18.Jh. unter Anleitung von Yanagisawa Yoshiyasu gestaltet. Dieser mächtige Mann war ein großer Verehrer der Waka-Poesie und wählte 88 Szenen aus seinen Lieblingsgedichten, die in diesem Garten dargestellt werden sollten. Auf verschlungenen Wegen können Sie über eine Stunde durch den Garten wandeln, um all die besonderen Details zu entdecken.

Hama Rikyu:
Die Palastgärten ehemaliger Feudalherren der Edo-Zeit bilden heute einen spannenden Kontrast zu dem ultramodernen Tokyo. Der Hama Rikyu liegt an der Bucht von Tokyo, mitten im Trendviertel Shiodome. Ein See, der von den Gezeiten beeinflusst wird ist charakteristisch für diesen Garten. Einst ein Platz für die Entenjagd ist er heute ruhiger Kontrast zum turbulenten Leben im Viertel. Der Kyu-Shiba Rikyu ist ein weiteres Beispiel dieser einst feudalen Landschaftsgärten.

Östlichen Gärten des Kaiserpalast (Kōkyo Higashi Gyoen):
Heute ist Tokyo Sitz des Kaiserhauses und ein Teil der Kaiserlichen Gärten ist zu bestimmten Öffnungszeiten für Publikum zugänglich. Die schönen Östlichen Gärten des Kaiserpalast (Kōkyo Higashi Gyoen) zählen hierzu. Spazieren Sie über einen geschichtsträchtigen Ort, denn an dieser Stelle stand die alte Burg von Edo. Von den Gebäuden ist wenig erhalten geblieben, aber in der Gartengestaltung sehen Sie alte Verteidigungswälle, Mauern und Reste des Turms.

Sankeien:
Als der schönste Garten im Großraum Tokyo gilt der Sankeien in Yokohama. Er wurde vom hiesigen Geschäftsmann Hara Sankei gestiftet und 1904 eröffnet. Die weitläufige Gartenanlage ist Heimat wunderschöner, saisonaler Pflanzen und vor allem wurden viele historische Gebäude aus anderen Teilen des Landes hierher gebracht, fachmännisch restauriert und wieder aufgebaut. So ist ein Spaziergang durch den Garten beinahe gleichzusetzen mit einer Reise durch die Geschichte Japans. Sie sehen unter anderem eine dreistöckige Tempelpagode, Zen-Räume, ein altes Familienanwesen im Gassho-Stil, Teehäuser und Pavillons in diesem Museum ohne Mauern.

Genkyuen:
Ryoanji, kyotoNahe des größten Süßwassersee des Landes - dem Biwa-ko - liegt die kleine Stadt Hikone. Am Fuß der Burg Hikone aus dem Jahre 1622 befindet sich der zauberhafte Garten Genkyuen. Dieser Landschaftsgarten ist zum Teil chinesisch inspiriert und nicht nur die Koi im Teich bieten immer wieder Neues zum Entdecken. Ein kleines Teehaus serviert Matcha und Süßigkeiten.

Isuien Garden
In der alten Kaiserstadt Nara liegt der schöne Isuien Garden in Laufnähe zum weltbekannten Todaiji-Tempel. Übersetzt bedeutet der Name „Garten gegründet aus Wasser“ und bezieht sich auf die Tatsache, dass seine Teiche von einem natürlichen Fluss gespeist werden. Der Garten besteht aus zwei Teilen. Einem älteren Part aus dem 17.Jh. und einem sehr kunstvollen, zweiten Teil, der 1899 von einem reichen Kaufmann gestiftet wurde. In einem kleinen angeschlossenen Museum können Sie eine Privatsammlung von Porzellan, Spiegeln und anderen Artefakten bewundern.

Yoshikien Garden:
Direkt auf der gegenüber liegenden Seite des Yoshikigawa Fluss liegt der schöne Yoshikien Garden. Er besteht aus drei unterschiedlichen Formen: Einem Moosgarten, einem Teichgarten und einem Teegarten.

Sorakuen Garden:
In Kobe können Sie den Sorakuen Garden besuchen. Er war ein Privatgarten eines früheren Bürgermeisters der Stadt und ist seit 1941 für die Öffentlichkeit zugänglich. Zu den typischen Merkmalen eines Landschaftsgartens gesellen sich hier sogar tropische Palmen und das Hassan Haus - ein Wohnhaus eines ausländischen Händlers - wurde an dieser Stelle wieder aufgebaut.

Kokoen Garden:
Im Schatten der bekanntesten Burg Japans – der Burg Himeiji – liegt der bezaubernde Kokoen Garden. Auch wenn er mit seiner Eröffnung 1992 einer der jüngeren Gärten Japans ist, folgt er dem historischen Vorbild der alten Residenz, die einst an dieser Stelle stand. Zudem wurden die neun thematisch unterschiedlichen Gärten, nach dem klassischen Vorbild der Gartenbaukunst der Edo-Zeit gestaltet. Ein gutes Restaurant mit lokalen Spezialitäten und ein Teehaus laden zum Verweilen ein.

Adachi Museum of Art:
Im Nordwesten von Honshu liegt der bekannte Garten des Adachi Museum of Art, nahe bei Matsue. Die Anlage wurde 1980 von dem Kunstmäzen Adachi Zenko an seinem Geburtsort eröffnet. Neben einer fantastischen Auswahl an japanischer Kunst des 20.Jh. beeindrucken die sechs verschiedenen Gärten, die man nur vom Museum aus betrachten kann. Der Gründer reiste durch ganz Japan, wählte mit viel Herz und Seele Felsen und Pinien aus, die hier im Garten ihre neue Heimat fanden. Er glaubte ganz fest an das Wechselspiel von Kunst und Natur und hat mit seiner persönlichen Vision einen ganz außergewöhnlichen Ort geschaffen.

Shukkeien Garden:
In Hiroshima können Sie den Shukkeien Garden besuchen. Übersetzt bedeutet sein Name „geschrumpfte Natur“ und genau dies können Sie in diesem Garten aus dem Jahr 1620 auch sehen. So werden Berge, Täler, Wälder und Seen – also die Natur – en miniature dargestellt. Am besten folgen Sie dem Pfad und werden so von einer schönen Panoramaansicht zur nächsten geleitet.

Ritsurin Koen:
Auf der Insel Shikoku liegt etwas außerhalb der Stadt Takamatsu der wunderschöne Landschaftsgarten Ritsurin Koen. Auf 75 ha wurde ab Mitte des 16.Jh. ein wahres Kunstwerk geschaffen. Teiche mit Inseln und Aussichtspunkten, Brücken, außergewöhnliche Bäume und Sträucher, zahlreiche Teehäuser und im Hintergrund der Pinien bedeckte Mt. Shiun. Im Park finden Sie auch ein sehenswertes Völkerkundemuseum, kleine Geschäfte und einige Teehäuser, die zu einer Pause einladen.

Suizenji Koen:
Auf der südlichsten Hauptinsel Kyushu können Sie den Suizenji Koen bei Kumamoto besuchen. Er wurde im 17.Jh. von der Hosokawa Familie angelegt. Der Garten bildet die 53 Stationen der Tokaido, einer Strasse die einst Edo mit Kyoto verband, nach. Herausragend ist sicherlich die Nachbildung des Bergs Fuji-san inmitten dieses sehenswerten Gartens.

Senganen Garden:
Die Idee der Geborgten Landschaft ist eindrucksvoll im Senganen Garden in Kagoshima umgesetzt. Der Landschaftsgarten liegt so geschickt an der Küste platziert, dass die Szenerie der Bucht von Kagoshima und die dahinter liegende Insel Sakurajima das harmonische Bild ergänzen. Der Garten wurde 1658 vom Shimazu Clan angelegt und heute sehen Sie neben außergewöhnlichen Bäumen, Büschen und großen Steinlaternen auch die alten Familienresidenz sowie das Shoko Shuseikan Museum . Dieses Gebäude aus dem Jahr 1865 war einer der ersten Industriebetriebe im westlichen Stil und gilt als Symbol des modernen Japans.

Shikinaen Garden:
Selbst ganz im Süden - auf den subtropischen Okinawa Inseln – findet sich ein klassischer japanischer Garten. Der Shikinaen Garden gilt als Teil der Stätten des Königreichs Ryukyu und ist somit Part des UNESCO Weltkulturerbes. Während die Gebäude im besonderen Ryukyu Stil dieses unabhängigen Königreiches errichten wurden, folgt der Garten klassischen Vorbildern der japanischen Gartenbaukunst. Sie finden hier einen Teich, Brücken und Inseln.

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