Essen & Trinken - Tohoku

Tohoku, die Region im Norden der Hauptinsel Honshu, zieht immer noch wenige Japanreisende an und hat sich damit einen ursprnglicheren Charackter bewahrt. Aufgrund der kalten Winter in Tohoku werden in der Region viele Gurken und Eintöpfe gegessen. In Bergregionen werden Sie sicher auf Sansai-ryōri treffen, was wörtlich so viel bedeutet wie: Gerichte aus Kräutern und Pflanzen, die in Wäldern und auf Berghängen gesammelt wurden. Der Reis aus Tohoku gilt als einer der besten in ganz Japan. Halten Sie also Ausschau nach Akita-Komachi und Sasanishiki aus Miyagi.

Sasakamaboko (Miyagi)

a6 01Für Kamaboko (gedämpfte Fischpaste) wird das weiße Fischfleisch püriert, mit Salz, Mirin (süßer Reiswein zum Kochen), Zucker und Stärke geknetet und anschließend gedämpft und gebraten. Sasakamaboko heißt jedoch so, weil es die Form von Bambusblättern (Sasa) hat und beim Rösten Abdrücke hinterlässt. Diese Spezialität aus Miyagi ist ein beliebtes Geschenk und Souvenir. Das berühmteste Sasakamaboko stammt aus Sendai, wo ganze Reihen von Läden seit Jahren ihre hausgemachten Kreationen zubereiten. Außerdem wird es in Shiogama, Ishinomaki, Kesennuma, Watari und Onagawa produziert. Manche sagen, seine Ursprünge lägen in der Methode, klein gehackten Fisch von Hand zu Paste zu verarbeiten und zu grillen, um die während der Saison gefangenen Flundern zu konservieren.

Wanko-Soba (Iwate)

a6 02Wanko-soba (Buchweizennudeln) gehören zur lokalen Küche von Iwate und werden auf eine sehr eigene und unterhaltsame Art und Weise gegessen. Sobald Sie die erste Schale aufgegessen haben, schleudert ein Kellner mit einem wilden Schrei einen frischen Knäuel Nudeln in das leere Gefäß – und das wiederholt sich, bis Sie genug haben! Allerdings wird jedes Mal nur ca. ein Mundvoll Nudeln serviert, ein männlicher Erwachsener sollte also etwa 50-60 Schalen essen können. Manche sagen, diese Tradition ginge auf die Landbesitzer zurück, die ihre Gäste so lange versorgten, bis diese satt waren. Heute ist das Gericht in ganz Japan als Spezialität aus Morioka und Hanamaki bekannt. Um viel zu essen, muss man es unzerkaut herunterschlucken. In Morioka und Hanamaki finden jedes Jahr nationale Meisterschaften statt. Wenn Sie also Vertrauen in Ihren Appetit haben, könnten Sie sich durchaus der Herausforderung stellen.

Kiritanpo (Akita)

a6 03Ein beliebtes Gericht aus Akita heißt Kiritanpo. Es wird normalerweise von Mitte September bis März gegessen, vor allem aber im November, wenn Gluten-Kuchen aus frisch geerntetem Reis den Markt erreichen. Kiritanpo ist gekochter Reis, der geknetet und dann am Spieß geröstet wird. Anschließend wird es in 5 Zentimeter lange Stücke geschnitten und in einer Pfanne mit Klette, chinesischem Lauch, Maitake-Pilzen und anderem Gemüse der Saison sowie mit japanischer Petersilie und Hühnchen gebraten. Dieses einzigartige Geschmackserlebnis aus Akita dürfen Sie sich nicht entgehen lassen. Ursprünglich diente es als Essen für unterwegs, das Holzfäller und Jäger zur Arbeit in die Berge mitnahmen. Sein Name leitet sich von seiner Form ab, die einem Tanpo-yari ähnelt (Lederscheide für eine Speerspitze, in der ein mit Baumwolle gefüllter Stoffball steckt).

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