Essen & Trinken - Kyushu

Zur lokalen Küche auf Kyushu gehören Nabe-Eintöpfe wie der Mizutaki-Hühnereintopf, Pferdemakrele, Usuki-Kugelfisch, Aalgerichte und rohes Pferdefleisch. Die lokalen Nudelgerichte, die man probieren sollte, heißen Champon und Sara Udon. Wer auf der Japanreise nach Kyushu kommt, sollte hier unbedingt auch das Essen probieren.

Mizutaki Gekochtes Huhn (Fukuoka)

a12 01Fukuoka, die Geburtsstätte von Mizutaki, gehört zu den Präfekturen mit dem höchsten jährlichen Hühnerfleischkonsum pro Haushalt. Die Ursprünge von ungewürztem, gekochtem Huhn reichen bis in die Meiji-Zeit zurück (1868-1912). Es wurde zuerst in Hakata in Fukuoka gegessen und war von den westlichen Consommé-Suppen und von chinesischen Hühnergerichten inspiriert. Das Huhn wird mit Gemüse in Hühnerbrühe gekocht und beim Essen in Ponzu (Zitronen-Essig-Sauce) und Zutaten wie gehacktem Lauch getunkt. Nachdem das Fleisch und das Gemüse aufgegessen wurden, kann man in der Brühe Reis kochen und daraus einen Brei zubereiten. Der Reis saugt die Brühe auf, die das wunderbare Aroma der Zutaten enthält, und wird dadurch außerordentlich schmackhaft.

Shochu Oder Destillierte Spirtuosen

a12 02Das zweitbeliebteste alkoholische Getränk Japans ist Shochu, von dem man je nach Destillationsmethode zwei Sorten unterscheidet. Die eine heißt Honkaku Shochu (authentischer Shochu), bei dem zum traditionell hergestellten Alkohol noch extrahierte Aromastoffe hinzukommen. Der rustikale Geschmack kommt von Zutaten wie Weizen, Süßkartoffeln, Buchweizen oder schwarzem Zucker. In Kagoshima und Miyazaki, in der Kyushu-Region, wird der Imo-jochu überwiegend aus Süßkartoffeln hergestellt. Der Kartoffel-Shochu aus Kagoshima heißt Satsuma-Shochu und hat eine lange Geschichte, die bis in die Muromachi-Zeit zurückreicht (1333-1573), was durch kürzlich gefundene Aufzeichnungen bestätigt wurde. Der Geschmack und die Süße des Kartoffel-Shochu sind einzigartig, und das Getränk wird gern mit Eis oder mit heißem Wasser getrunken. Sie können den ursprünglichen, puren Geschmack und die Kühle mit Eis genießen, während sich bei Hinzugabe von heißem Wasser das volle Aroma und die Süße entfalten. Es macht Spaß, die Art wie man es trinkt den Jahreszeiten anzupassen.

Sara-Udon Oder Weizenmehlnudeln (Nagasaki)

a12 03Nagasaki ist seit Langem ein wichtiger japanischer Handelshafen, und da sich hier die östliche und westliche Kultur vermischen, ist die kulinarische Vielfalt groß. Sara-Weizenmehlnudeln sind zusammen mit Champon ein für Nagasaki typisches Nudelgericht. Es gibt zwei Arten von Sara-Nudeln: Dicke Nudeln, die mit Fett gebraten werden, und dünnere Nudeln, die mit Öl gebraten werden und aufgrund ihrer Knusprigkeit beliebt sind. Als Zutaten werden unterschiedliche Meerestiere, Bambussprossen oder Kikurage-Pilze und Schweinefleisch verwendet. Sie werden in Fett gebraten und dann mit Salz, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt. Obendrauf kommt eine Sauce, die aus Schweine- und Hühnerbrühe mit Stärke (zur Verdickung) zubereitet wird. Ein Spritzer Worcester-Sauce macht das Gericht noch schmackhafter.

Hiyajiru (Miyazaki)

a12 04Ein typisches, lokales Gericht aus Miyazaki ist Hiyajiru. Aus gekochtem und getrocknetem Fisch, z. B. Pferdemakrelen oder Sardinen, wird eine Suppe gemacht, der auch Miso beigefügt wird. Die Suppe wird gekühlt und auf heißen, gekochten Reis gegossen. Man isst sie mit Gemüse wie Gurken und mit Gewürzen wie Shiso (japanisches Basilikum) oder Ingwer. Mit dieser Hausmannskost können Sie das Aroma und den erfrischenden Geschmack von Sommergemüse genießen. Es eignet sich außerdem gut, wenn man etwas zu viel Sake getrunken hat. Manche sagen, das Gericht sei von fleißigen Miyazaki-Bauern erfunden worden, um bei der Landarbeit schnell essen zu können. Es gibt immer noch viele einzigartige Hiyajiru-Gerichte, die jeweils nur eine Familie aus der Gegend zubereitet.

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