Essen & Trinken - Chugoku

Viele Reisende zieht es auf Ihrer Japanreise nach Hiroshima. Außer den Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten gibt es jedoch noch mehr zu entdecken. Aufgrund der Lage zwischen dem Japanischen Meer auf der einen und dem Seto-Inlandsee auf der anderen Seite werden Meerestiere in der Chugoku-Region erwartungsgemäß sehr gern gegessen. Unser Tipp: Zu den kulinarischen Highlights bei der Reise durch diese Region Japans gehören hier Austern und der berüchtigte Kugelfisch. Hier werden Sie sogar im Sake Flossen finden!

Okonomiyaki (Hiroshima)

a10 01In Hiroshima sind Okonomiyaki (herzhafte Pfannkuchen) seit der Vorkriegszeit ein beliebter Snack. Nach dem Krieg fing man an, sie als Gericht zu essen. Aufgrund der Nahrungsmittelknappheit fügte man den Pfannkuchen zusätzlich Zutaten wie Kohl, Ei, Meeresfrüchte und Nudeln zu – und so entstand die bis heute übliche Zubereitungsart. Charakteristisch für diese einzigartigen Pfannkuchen nach Hiroshima-Art sind die sechs Schichten: Pfannkuchenteig, Kohl, dann die Hauptzutaten plus Nudeln und wieder Pfannkuchenteig, dann wird alles gewendet und zusammengedrückt, darauf kommt Spiegelei. Das ergibt eine deftige und ausgewogene Mahlzeit. Ein lokales Unternehmen produziert dazu eine Spezialsauce in vielen Variationen, sodass Sie die Pfannkuchen individuell abschmecken können.

Fugu Oder Kugelfisch (Yamaguchi)

a10 02Fugu Sashimi wird so dünn geschnitten, dass man durch die sorgfältig arrangierten Scheiben das Muster des Tellers sehen kann. Das Gericht sieht vorzüglich aus, und das zarte, weiße Fleisch ist außerordentlich schmackhaft. Aus Kugelfisch wird auch ein Fuguchiri genannter Eintopf gemacht. Hire-zake ist wiederum ein Sake-Getränk mit getrocknetem Kugelfisch. Kugelfische sehen niedlich aus, aber es gibt Arten, die ein tödliches Gift namens Tetrodotoxin enthalten. Kugelfischköche müssen eine spezielle Lizenz erwerben. Lizenzierten Köchen wird beigebracht, die giftigen Bestandteile vorsichtig zu entfernen, damit der Fisch beim Verzehr absolut sicher ist. Der Kugelfischgeschmack hat schon vor langer Zeit die Herzen der Japaner erobert.

Austern (Hiroshima)

a10 03In Japan werden Austern aufgrund ihres hohen Nährwerts und vollen Geschmacks als „Milch des Meeres“ bezeichnet. Hiroshima ist dank einzigartiger Zuchttechniken, die über Jahrhunderte weitergegeben wurden, der führende Austernproduzent Japans. Die großen, glänzenden und geschmeidigen Austern aus Hiroshima sind so köstlich, dass Sie an Austern aus anderen Gegenden jegliches Interesse verlieren werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr Glykogen, Eisen, Phosphor etc. enthalten als andere Austern. Vor allem roh schmecken sie ganz exquisit. Wenn Sie die Schale einer frischen Auster öffnen und sie mit Essig oder Zitrone essen, spüren Sie in Ihrem Mund die saftige Süße und den salzigen Geschmack des Meeres. Wenn Sie kein Freund roher Austern sind, könnten Sie Hiroshimas Spezialität probieren: Austern-dotenabe – leckere Austern, die in einer Miso-basierten Suppe gekocht werden, bis sie wunderbar zart sind.

Izumo Soba Oder Buchweizennudeln (Shimane)

a10 04Im Gegensatz zu normalen japanischen Nudeln sind die aus Izumo-Buchweizen gemachten Nudeln eher dunkel, da der Buchweizen mitsamt Spreu gemahlen wird. Diese Spreu enthält viele Nährstoffe wie Proteine, Vitamine und Mineralstoffe und liefert zudem ein gewisses Aroma. Die dunklen Nudeln haben eine feste Konsistenz, ein kräftiges Aroma und einen hohen Nährwert, und die Brühe hat einen charakteristischen Geschmack. Es gibt mehrere authentische Gerichte: Wariko-Buchweizennudeln werden beispielsweise auf einem wunderschön lackierten Teller arrangiert, mit Relish gewürzt und mit Sauce übergossen. Kamaage-Buchweizennudeln gibt man in eine vorgeheizte Schüssel und gießt Sobayu ein (das Wasser, in denen die Nudeln gekocht wurden), dann Sauce. Gegessen werden sie mit geschnittenen Lauchzwiebeln und anderen Zutaten.

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